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FTSE 100 erholt sich – Vistry-Aktie bricht um 20 Prozent ein

Londoner Aktien legen nach zweitägiger Talfahrt zu, während Hausbauer Vistry mit einer Gewinnwarnung den Markt erschüttert.

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FTSE 100 erholt sich – Vistry-Aktie bricht um 20 Prozent ein

Der britische Leitindex FTSE 100 hat sich am Dienstag von seinen jüngsten Verlusten erholt. Um 11:24 Uhr GMT stieg der Index um 0,7 Prozent, nachdem Eskalationen im Nahostkonflikt ihn am Wochenende fast 4 Prozent unter sein Rekordhoch vom Freitag gedrückt hatten. Auch der Midcap-Index FTSE 250 legte um 0,7 Prozent zu.

Die Erholung wurde maßgeblich von Bankschwergewichten angetrieben, die in dieser Woche unter kriegsbedingten Konjunktursorgen gelitten hatten. HSBC, Standard Chartered und Barclays stiegen jeweils um rund 0,9 Prozent. Anleger zeigten sich beruhigt durch das Versprechen von US-Präsident Donald Trump, politische Risikoversicherungen und Finanzgarantien für den Seehandel im Persischen Golf bereitzustellen.

Trotz anhaltender Militäraktionen israelischer und US-amerikanischer Streitkräfte gegen den Iran gilt Trumps Ankündigung als einer der aggressivsten Schritte seiner Regierung, um steigende Energiepreise zu dämpfen. Der eskalierende Nahostkonflikt hatte zuletzt Sorgen über eine weltweite Inflation geschürt.

Britischer Dienstleistungssektor wächst – Bank of England im Fokus

Eine aktuelle Umfrage zeigte, dass der britische Dienstleistungssektor im vergangenen Monat robust gewachsen ist, obwohl Stellenabbau und Preisdruck anhielten. Dies könnte für die Bank of England (BoE) vor ihrer Zinsentscheidung am 19. März relevant werden. Anleger sehen derzeit nur eine Wahrscheinlichkeit von eins zu drei, dass die BoE die Leitzinsen bei dieser Sitzung senken wird.

Positiv fiel Metro Bank auf: Die Aktie legte um 1,7 Prozent zu, nachdem das Kreditinstitut prognostiziert hatte, dass sich eine wichtige Rentabilitätskennzahl in den nächsten sechs Monaten mehr als verdoppeln und in den nächsten 18 Monaten fast verdreifachen werde. Damit sendete das Institut ein deutliches Signal der Stabilität an den Markt.

Vistry-Aktie im freien Fall – Hausbauer unter Druck

Das größte Sorgenkind des Tages war der britische Hausbauer Vistry, dessen Aktie um fast 20 Prozent einbrach und damit das Schlusslicht im FTSE 250 bildete. Das Unternehmen warnte, dass die Gewinnmargen im Jahr 2026 sinken würden. Zudem kündigte CEO und Exekutivvorsitzender Greg Fitzgerald seinen Rücktritt in den Ruhestand an.

Auch der größte britische Hausbauer Barratt Redrow geriet unter Druck und verlor 1,2 Prozent. Das Unternehmen hatte bekannt gegeben, dass Dean Banks, bislang CEO von Ventia, zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt wird. Bisheriger Chef David Thomas tritt nach mehr als einem Jahrzehnt an der Spitze in den Ruhestand.

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