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Freeport erreicht 67 Prozent Aufbereitung in Grasberg nach Erdrutsch

Die Kupfermühle des US-Konzerns erreicht im dritten Quartal fast zwei Drittel der normalen Rate, ein Jahr nach dem tödlichen Erdrutsch.

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Freeport erreicht 67 Prozent Aufbereitung in Grasberg nach Erdrutsch

Der US-amerikanische Bergbaukonzern Freeport-McMoRan (NYSE: FCX) hat in seinem Kupfer-Gold-Komplex Grasberg in Indonesien im dritten Quartal 67 Prozent seiner normalen Aufbereitungsrate erreicht. Das entspricht nahezu zwei Dritteln der üblichen Verarbeitungsmenge in der Kupfermühle des Komplexes. Damit liegt der Betrieb ein Jahr nach dem tödlichen Erdrutsch in dem Bergbaugebiet weiterhin deutlich unter dem Normalniveau, hat sich aber auf einem klaren Erholungspfad stabilisiert.

Der Erdrutsch, bei dem sieben Arbeiter ums Leben kamen, hatte die Aktivitäten in der Mine schwer getroffen. Die jetzt gemeldete Rate von 67 Prozent bezieht sich auf die Kupfermühle, also jene Anlage, in der das geförderte Erz zu Kupferkonzentrat aufbereitet wird. Diese Kennzahl gilt als einer der wichtigsten Frühindikatoren für das tatsächliche Produktionsvolumen eines Bergbaukomplexes, weil sie unmittelbar zeigt, wie viel Material tatsächlich verarbeitet wird.

Grasberg zählt zu den weltweit größten Kupfer- und Goldlagerstätten. Für Freeport-McMoRan ist der Komplex damit ein zentrales Standbein des operativen Geschäfts. Entsprechend genau beobachten Marktteilnehmer jede Meldung über den Zustand der Anlagen vor Ort.

Die Details

Die wichtigsten Angaben der Meldung im Überblick:

  • Unternehmen: Freeport-McMoRan, gelistet an der NYSE unter dem Kürzel FCX
  • Standort: Kupfer-Gold-Komplex Grasberg in Indonesien
  • Berichtszeitraum: drittes Quartal
  • Erreichte Aufbereitungsrate: 67 Prozent, also nahezu zwei Drittel des Normalwerts
  • Hintergrund: ein Erdrutsch, bei dem sieben Arbeiter getötet wurden, liegt ein Jahr zurück
  • Quelle der Meldung: The Northern Miner

Die Meldung stammt vom Fachportal The Northern Miner und wurde am 2. Oktober 2026 veröffentlicht. Sie ordnet die erreichte Aufbereitungsrate ausdrücklich in den zeitlichen Zusammenhang mit dem Unglück des Vorjahres ein. Weitere Angaben etwa zu absoluten Fördermengen, Kosten oder Ergebnissen des dritten Quartals enthält die Meldung nicht.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 22.01.2026 berichtete aktien.news, dass Freeport-McMoRan trotz schwerer Produktionseinbußen in der Grasberg-Mine einen überraschend starken Quartalsgewinn vorgelegt hatte. Der bereinigte Gewinn für das vierte Quartal erreichte 47 Cent pro Aktie und übertraf damit die Analystenerwartungen von durchschnittlich 29 Cent deutlich. Profitieren konnte das Unternehmen von rekordhohen Kupfer- und Goldpreisen sowie von US-Importzöllen auf Kupfer. Die durchschnittlichen Kupferpreise stiegen im vierten Quartal um 28 Prozent auf 5,33 US-Dollar pro Pfund.

Am 19.02.2026 meldete aktien.news, dass sich der Konzern den langfristigen Zugang zur Grasberg-Mine gesichert hat. Freeport einigte sich mit der Regierung in Jakarta darauf, die Betriebsrechte für die Kupfer- und Goldlagerstätte bis zur vollständigen Erschöpfung der Ressourcen zu verlängern. Im Rahmen einer Absichtserklärung wird die Sonderbergbaulizenz für die Tochtergesellschaft PT Freeport Indonesia entsprechend angepasst. Die Vereinbarung muss noch von der indonesischen Regierung final genehmigt werden.

Am 23.07.2026 berichtete aktien.news, dass Freeport-McMoRan die Erwartungen der Wall Street für das zweite Quartal übertraf. Der weltweit größte börsennotierte Kupferproduzent erzielte einen bereinigten Gewinn von 0,74 US-Dollar pro Aktie, deutlich über der durchschnittlichen Analystenschätzung von 0,59 US-Dollar. Die Aktie legte im vorbörslichen Handel um 1,4 Prozent zu. Der entscheidende Treiber war der starke Anstieg der Kupferpreise: Im zweiten Quartal kletterte der durchschnittlich erzielte Kupferpreis auf 6,17 US-Dollar pro Pfund, ein Anstieg von 41,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 4,54 US-Dollar pro Pfund.

Am 07.08.2026 berichtete aktien.news, dass PT Freeport Indonesia plant, die Produktion in seiner Manyar-Schmelzhütte im September wieder aufzunehmen. CEO Tony Wenas bestätigte dies gegenüber Reportern und verwies auf die schrittweise Erholung der Kupferkonzentratproduktion in der Grasberg-Mine in der indonesischen Region Papua. Die Lieferungen von Kupferkonzentrat aus der Grasberg-Mine zur Manyar-Schmelzhütte in Ost-Java wurden zu diesem Zeitpunkt bereits schrittweise wieder aufgenommen.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem ein Zwischenstand zur operativen Erholung des wichtigsten Komplexes von Freeport-McMoRan. Die 67 Prozent Aufbereitungsrate sind kein Gewinn-, sondern ein Produktionsindikator. Sie sagen etwas darüber aus, wie viel Erz die Anlage verarbeiten kann, nicht darüber, zu welchem Preis das daraus gewonnene Metall verkauft wird.

Wie die Archivberichte zeigen, hing die Ertragskraft des Konzerns zuletzt stark an den Kupfer- und Goldpreisen. Sowohl im vierten Quartal als auch im zweiten Quartal übertraf Freeport-McMoRan die Erwartungen vor allem wegen deutlich höherer Metallpreise, obwohl der Betrieb in Grasberg eingeschränkt war. Das verdeutlicht die doppelte Abhängigkeit der Aktie: von der weiteren Wiederherstellung des Betriebs vor Ort und von der Entwicklung der Kupferpreise.

Beide Größen wirken zusammen auf Umsatz und Ergebnis. Anleger sollten beachten, dass die aktuelle Meldung keine Angaben zu Kosten, Margen oder Ergebnisbeiträgen des Grasberg-Komplexes im dritten Quartal enthält. Eine vollständige Einordnung dieser Zahl in die Gesamtbilanz des Konzerns ist anhand der vorliegenden Informationen daher nur eingeschränkt möglich.

Ausblick

Konkrete neue Termine nennt die aktuelle Meldung nicht. Aus den früheren Berichten von aktien.news lassen sich jedoch zwei Eckpunkte ableiten. Erstens plante PT Freeport Indonesia laut der Meldung vom 07.08.2026, die Produktion in der Manyar-Schmelzhütte im September wieder aufzunehmen. Die Lieferungen von Kupferkonzentrat aus Grasberg dorthin waren zu diesem Zeitpunkt bereits schrittweise wieder angelaufen.

Zweitens hat sich Freeport laut der Meldung vom 19.02.2026 mit der indonesischen Regierung darauf verständigt, die Betriebsrechte für Grasberg bis zur vollständigen Erschöpfung der Ressourcen zu verlängern. Diese Vereinbarung muss noch final genehmigt werden. Wie sich die Aufbereitungsrate im weiteren Verlauf entwickelt und wann wieder das Normalniveau erreicht wird, geht aus der aktuellen Meldung nicht hervor.

Kurz erklärt

  • Aufbereitungsrate: Kennzahl dafür, welchen Anteil des normalen Durchsatzes eine Erzaufbereitungsanlage tatsächlich verarbeitet.
  • Kupferkonzentrat: Vorkonzentriertes Erzprodukt, das nach der Aufbereitung an eine Schmelzhütte weitergegeben wird.
  • Schmelzhütte: Anlage, in der Kupferkonzentrat zu reinem Metall weiterverarbeitet wird.
  • Bereinigter Gewinn je Aktie: Um Sondereffekte korrigierter Gewinn eines Unternehmens, bezogen auf eine einzelne Aktie.
  • Sonderbergbaulizenz: Spezielle staatliche Genehmigung, die den Bergbaubetrieb in Indonesien regelt.
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