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Ford einigt sich mit IG Metall auf Stellenabbau

Abfindungen, Rentnerschutz und Ausbildungszusagen sollen sozialen Frieden sichern

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Ford einigt sich mit IG Metall auf Stellenabbau

Fast 3.000 Arbeitsplätze fallen in den kommenden zweieinhalb Jahren bei den Ford-Werken in Köln weg – doch nun ist klar, wie dieser drastische Stellenabbau sozialverträglich gestaltet werden soll. Der monatelange Konflikt zwischen der IG Metall und dem Management des kriselnden Autobauers hat ein Ende gefunden: Beide Seiten haben sich auf umfassende Regelungen verständigt, die Abfindungen, Altersteilzeit und einen Schutzschirm für Rentner beinhalten.

Bis Ende 2027 soll die Zahl der Beschäftigten von derzeit rund 11.500 um etwa 2.900 reduziert werden. Dabei setzt das Unternehmen in erster Linie auf freiwillige Maßnahmen. Abfindungen sollen gezahlt werden, die laut Unternehmensangaben „deutlich besser als üblich in der Automobilbranche“ ausfallen. Betriebsbedingte Kündigungen bleiben grundsätzlich möglich, jedoch nur dann, wenn andere sozialverträgliche Instrumente ausgeschöpft sind. Die betriebsbedingten Kündigungen wären damit ein letztes Mittel, falls sich nicht genügend Mitarbeiter freiwillig zur Aufgabe ihres Arbeitsplatzes bereit erklären.

Eine weitere Absicherung betrifft die Ford-Rentner. Sollte es zu einer Insolvenz der deutschen Tochtergesellschaft kommen – bislang ein rein theoretisches Szenario –, hat sich nun der US-Mutterkonzern verpflichtet, Zahlungen zu leisten. Bislang hätte es in einem solchen Fall keinen Anspruch auf finanzielle Unterstützung gegeben. Diese neue Regelung galt als zentrale Forderung der IG Metall, die sich um die Altersvorsorge der Beschäftigten sorgte.

Im Mai hatte es den ersten Streik in der Geschichte des Kölner Ford-Werks gegeben, nachdem das Unternehmen im November den Stellenabbau angekündigt hatte. Über 93 Prozent der IG-Metall-Mitglieder sprachen sich damals in einer Urabstimmung für den Arbeitskampf aus. Die Vereinbarung, die nun bei Betriebsversammlungen vorgestellt wurde, muss noch durch eine erneute Urabstimmung der IG-Metall-Mitglieder nach den Sommerferien bestätigt werden.

Der Rückhalt der Belegschaft für die Gewerkschaft war groß – auch deshalb, weil aktuell noch eine Beschäftigungsgarantie bis 2032 gilt. Diese Garantie hätte im Falle einer Insolvenz jedoch keine Wirkung mehr, was die Verhandlungsposition der Arbeitnehmerseite relativierte. Vereinbart wurde außerdem, dass die Berufsausbildung und die Übernahme junger Beschäftigter langfristig bis 2032 gesichert bleiben. Für den Gesamtbetriebsrat ist damit ein Sicherheitsnetz geschaffen, das allen Beteiligten Orientierung bietet.

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