FMC-Aktie im Sinkflug
Anwaltliche Klagen aus den USA werfen Fragen zur Behandlung von Patienten auf und setzen Aktienkurs unter Druck

Die Aktie von Fresenius Medical Care (FMC) verzeichnete am Mittwoch einen erheblichen Verlust von bis zu 5,4 Prozent. Obwohl ein Teil dieser Verluste bis kurz vor Handelsende ausgeglichen wurde, blieb die FMC-Aktie der größte Verlierer im MDax, der die 50 größten deutschen Nebenwerte umfasst.
Dieser Kursrückgang ist auf Beschwerden von Anwälten aus den Bundesstaaten New York, Georgia und New Jersey in den USA gegen den Geschäftsbereich Fresenius Vascular Care zurückzuführen, wie Händler berichten. Diese Beschwerden drehen sich um möglicherweise unnötige Behandlungen von Patienten und ähneln ähnlichen Klagen, die bereits vor über einem Jahr aus dem Bundesstaat New York erhoben wurden.
Die FMC-Aktie wurde im März aus dem DAX in den MDax herabgestuft, befand sich aber bereits wieder im Aufwärtstrend. Seit Jahresbeginn hat das Papier insgesamt rund 28 Prozent an Wert gewonnen. Trotz des aktuellen Kursrückgangs raten die meisten Analysten laut Daten des Informationsdienstes Bloomberg dazu, die Aktie zu halten.
Die genauen Auswirkungen dieser Beschwerden auf das Unternehmen sind derzeit noch unklar. Fresenius Medical Care ist einer der weltweit führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Menschen mit chronischem Nierenversagen. Jährlich behandelt das Unternehmen rund 345.000 Dialysepatienten in über 4.100 Dialysezentren weltweit.
