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Fluggesellschaften im Höhenflug

Ölpreise und geopolitische Risiken trüben den Ausblick

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Fluggesellschaften im Höhenflug

Trotz der globalen wirtschaftlichen Unsicherheiten und der stetigen Teuerung der Ticketpreise erlebt die Luftfahrtbranche ein beeindruckendes Aufblühen. Im dritten Quartal dieses Jahres verzeichneten führende Fluggesellschaften Rekordergebnisse, angetrieben von einer robusten Nachfrage nach Flügen.

Insbesondere die Konkurrenten der Lufthansa, Air France-KLM und IAG, haben im genannten Zeitraum rekordverdächtige Gewinne erzielt. IAG, der Mutterkonzern von British Airways und weiteren Fluglinien wie Iberia und Vueling, vermeldete einen beeindruckenden Betriebsgewinnzuwachs von 39 Prozent, was einem Gewinn von 1,7 Milliarden Euro entspricht. Dies übertraf sogar die Prognosen der Analysten. Ein wesentlicher Faktor für diesen Erfolg war die steigende Nachfrage nach Flügen über den Nord- und Südatlantik sowie zu europäischen Ferienzielen.

Auch Air France-KLM glänzte mit einem operativen Gewinn von 1,3 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dennoch verlor ihre Aktie an Wert, nachdem sie die Gewinnprognose leicht verfehlte und auf ein neues Tief von 10,16 Euro fiel. Als Gründe dafür wurden unter anderem das schwache Abschneiden im Frachtgeschäft und die steigenden Treibstoffkosten genannt. Eine fehlende Jahresprognose für den Gewinn sorgte ebenfalls für Skepsis unter den Investoren.

Die Lufthansa selbst, die bekanntermaßen von dem Untergang von Air Berlin im Jahr 2017 profitiert hatte, steht ebenfalls vor einem starken Sommerquartal. Analysten prognostizieren, basierend auf den Unternehmensdaten, einen bereinigten operativen Gewinn von 1,43 Milliarden Euro, was eine Steigerung von rund 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt.

Jedoch sind nicht alle Nachrichten aus der Branche positiv. Die steigenden Ölpreise, bedingt durch Konflikte im Nahen Osten, und eine insgesamt schwache wirtschaftliche Entwicklung werfen Schatten auf die Zukunftsaussichten. Der Billigflieger Ryanair hat bereits Preissteigerungen für Flugtickets aufgrund der Verteuerung von Kerosin in Aussicht gestellt. Und auch IAG warnt vor möglichen Auswirkungen wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten auf die Flugnachfrage, obwohl bisher keine negativen Trends in den Buchungen erkennbar sind.

Trotz dieser Bedenken blieb die erwartete Reisezurückhaltung der Verbraucher aufgrund der hohen Inflation bisher aus. Dies unterstreicht die ungebrochene Resilienz und Anpassungsfähigkeit der Luftfahrtbranche, selbst in unsicheren Zeiten.

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