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Flugbranche warnt Trump vor Stopp internationaler Flüge in Sanctuary Cities

Führende Luftfahrt- und Tourismusverbände fordern das Weiße Haus auf, den umstrittenen Plan fallen zu lassen.

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Flugbranche warnt Trump vor Stopp internationaler Flüge in Sanctuary Cities

Die US-Luftfahrtbranche schlägt Alarm: Heimatschutzminister Markwayne Mullin hat angedeutet, dass die Trump-Regierung die Einreise- und Zollabfertigung an großen US-Flughäfen in sogenannten „Sanctuary Cities" einstellen könnte. Branchenverbände aus Luftfahrt, Hotellerie und Tourismus reagierten umgehend und forderten das Weiße Haus auf, diesen Vorschlag zu verwerfen.

Mullin erklärte in der Fox-News-Sendung „Hannity", dass, falls „radikale linke Demokraten" es der Regierung nicht erlaubten, „Bundesgesetze durchzusetzen, wir auch keine internationalen Flüge in ihre Städte abfertigen sollten." Er betonte jedoch, dass die Regierung noch keinen endgültigen Plan oder eine Entscheidung über eine solche Politik getroffen habe.

Chaos für täglich 20.000 Passagiere befürchtet

Besonders im Fokus steht der Newark Liberty International Airport in New Jersey, ein wichtiges Drehkreuz von United Airlines. Der Branchenverband Airlines for America – dem unter anderem American Airlines, United Airlines und Delta Air Lines angehören – warnte Vertreter des Weißen Hauses diese Woche, dass eine Reduzierung der Dienste der Zoll- und Grenzschutzbehörde (Customs and Border Protection) in Newark „Chaos" für US-Bürger verursachen würde. Diese stellen den Großteil der täglich rund 20.000 internationalen Passagiere an diesem Flughafen.

In einem Dokument, das dem US-Sender CNBC vorlag, heißt es weiter, dass bei einem Engpass in Newark „die unverhältnismäßigen Auswirkungen auf US-Bürger das amerikanische Hinterland weit stärker treffen werden als Newark selbst." Zudem wurde davor gewarnt, dass der Plan auch Luftfrachtsendungen einschränken könnte – mit weitreichenden wirtschaftlichen Folgen.

United-CEO Scott Kirby suchte nach Informationen zweier mit dem Vorgang vertrauter Personen das direkte Gespräch mit Heimatschutzminister Mullin, um auf die möglichen Störungen für Reisende hinzuweisen. Das Telefonat war bislang nicht öffentlich bekannt; die Quellen sprachen unter der Bedingung der Anonymität, da es sich um ein privates Gespräch handelte.

Betroffene Städte und politischer Hintergrund

Das US-Justizministerium veröffentlichte im vergangenen August eine Liste von Bundesstaaten und Städten, die seiner Ansicht nach die US-Einwanderungspolitik behindern. Zu den betroffenen Metropolen zählen bedeutende internationale Luftverkehrsknotenpunkte wie New York, Newark, Boston, Chicago, San Francisco, Los Angeles, Seattle und Philadelphia. Der politische Hintergrund: Die Trump-Regierung will mit der Drohung, den Flugverkehr zu behindern, Druck auf die Stadtführungen ausüben, härter gegen Einwanderer ohne Papiere vorzugehen.

Führende Branchenverbände aus Luftfahrt, Hotellerie und anderen Sektoren bezeichneten die mögliche Einstellung der Einreise- und Zollabfertigung als potenziell „verheerend" – sowohl für die Industrie als auch für Reisende. Das Weiße Haus gab zunächst keinen Kommentar zu dem Vorschlag ab.

FIFA-Weltmeisterschaft als zusätzlicher Faktor

Besondere Brisanz erhält der Vorschlag durch den zeitlichen Kontext: Die Diskussion findet nur zwei Wochen vor Beginn der FIFA-Weltmeisterschaft der Männer statt, die in den USA, Kanada und Mexiko ausgetragen werden soll. Ob ein möglicher Plan vor oder während des Turniers in Kraft treten würde, ist derzeit unklar – die Reisepläne von Millionen Menschen könnten dadurch jedoch erheblich durchkreuzt werden.

Für deutsche Reisende und Unternehmen mit Verbindungen in die USA sind die Entwicklungen besonders relevant: Viele der genannten Flughäfen sind wichtige Drehkreuze für transatlantische Verbindungen. Eine Einschränkung der Zollabfertigung würde den internationalen Reiseverkehr in die USA erheblich erschweren und zu langen Wartezeiten oder Flugausfällen führen.

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