FLSmidth verfehlt Gewinnziel im ersten Quartal 2026
Der dänische Anlagenbauer enttäuscht beim bereinigten EBITA, übertrifft aber die Erwartungen beim Auftragseingang deutlich.

FLSmidth & Co A/S hat am Mittwoch seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorgelegt. Der dänische Anlagenbauer verfehlte beim bereinigten EBITA die Analystenschätzungen deutlich, konnte beim Auftragseingang jedoch positiv überraschen. Die Jahresprognose ließ das Unternehmen unverändert.
Das bereinigte EBITA für das erste Quartal belief sich auf 500 Millionen Dänische Kronen (DKK). Das entspricht einem Rückgang von 7% gegenüber dem Vorjahreszeitraum und liegt 12% unter den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz sank auf organischer Basis bei konstanten Wechselkursen ebenfalls um 7% auf 3,3 Milliarden DKK.
Auftragseingang übertrifft Erwartungen
Beim Auftragseingang konnte FLSmidth die Märkte hingegen positiv überraschen. Mit 3,9 Milliarden DKK erzielte das Unternehmen ein organisches Plus von 8% — und lag damit 7% über den Analystenschätzungen. Das Wachstum wurde maßgeblich von den Sparten Service sowie Products, Cement & Vertical Mills (PC&V) getragen, die mit höheren Margen operieren.
Die Service-Sparte verzeichnete einen besonders starken Auftragseingang von 2,5 Milliarden DKK, was einem organischen Zuwachs von 19% entspricht. Der Umsatz in diesem Bereich sank jedoch um 3% auf 2,0 Milliarden DKK. Das bereinigte EBITA der Sparte fiel um 24% auf 336 Millionen DKK, bei einer Marge von 16,6%.
Schwäche im Products-Segment drückt auf die Gesamtmarge
Deutlich schwächer entwickelte sich die Sparte Products: Der Auftragseingang sank hier organisch um 28% auf 594 Millionen DKK, der Umsatz ging um 25% auf 557 Millionen DKK zurück. Die Sparte wies zudem eine negative bereinigte EBITA-Marge von 0,7% aus und belastete damit das Gesamtergebnis spürbar.
Die Sparte PC&V zeigte sich dagegen stabiler. Die Aufträge stiegen organisch um 16% auf 853 Millionen DKK, der Umsatz legte um 1% auf 701 Millionen DKK zu. Das bereinigte EBITA verringerte sich zwar um 6% auf 168 Millionen DKK, die Marge blieb mit 24,0% jedoch stabil auf hohem Niveau.
Der operative Cashflow belief sich auf 103 Millionen DKK und lag damit deutlich unter der internen Unternehmensplanung von 312 Millionen DKK. FLSmidth verwies jedoch darauf, dass höhere Erträge und niedrigere Steuerzahlungen den Cashflow stützten.
Jahresprognose für 2026 bestätigt
Trotz des schwachen Quartalsergebnisses hält FLSmidth an seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2026 fest. Das Unternehmen erwartet ein organisches Umsatzwachstum zwischen -1% und +4%. Im Detail rechnet FLSmidth mit folgender Entwicklung je Sparte:
- Service-Umsatz: +2% bis +5%
- Products-Umsatz: -15% bis -5%
- PC&V-Umsatz: +4% bis +7%
Die bereinigte EBITA-Marge der Gruppe wird für das Gesamtjahr zwischen 15,5% und 16,5% prognostiziert. Die Bestätigung der Jahresprognose dürfte Investoren trotz des enttäuschenden Quartalsgewinns eine gewisse Orientierung bieten. Der starke Auftragseingang — insbesondere im margenstarken Service-Bereich — signalisiert, dass FLSmidth für die kommenden Quartale eine solide Auftragsbasis aufgebaut hat.
