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Fliegen ins Ausland wird spürbar teurer

Europa-Flüge besonders betroffen – Reisen in die Türkei mit kräftigem Preissprung

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Fliegen ins Ausland wird spürbar teurer

Reisende müssen in diesem Jahr für Flüge ins Ausland tiefer in die Tasche greifen. Im ersten Halbjahr 2025 stiegen die Ticketpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum durchschnittlich um 3,8 Prozent. Besonders stark verteuerten sich Flüge innerhalb Europas, hier lagen die Preise im Schnitt um 7,7 Prozent höher. Die Zahlen basieren auf Erhebungen des Statistischen Bundesamtes, das regelmäßig die Preisentwicklung bei Flugreisen analysiert.

Auch auf der Langstrecke verzeichneten die Statistiker Preisanstiege. Economy-Flüge nach Nordamerika kosteten 1,7 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2024. Im Inland stiegen die Flugpreise um rund fünf Prozent. Gegenläufig entwickelten sich jedoch die Preise für Flüge nach Südamerika, Afrika sowie nach Asien und Australien. Hier waren Ticketpreise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum rückläufig. Für Südamerika wurde ein Minus von drei Prozent erfasst, für Afrika ein Rückgang von 4,6 Prozent. Am stärksten sanken die Preise mit 5,8 Prozent bei Flügen nach Asien und Australien.

Auch Pauschalreisen wurden teurer. Die durchschnittliche Preissteigerung lag hier bei 5,4 Prozent. Besonders betroffen waren Urlauber, die Reisen in die Türkei oder nach Ägypten gebucht hatten. Für Reisen in die Türkei mussten Konsumenten 10,1 Prozent mehr bezahlen, für Ägypten 8,3 Prozent. Vergleichsweise moderat fiel der Preisanstieg bei Reisen auf die Kanarischen Inseln aus – dort lagen die Preise um 4,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Noch geringer fiel der Anstieg bei Reisen auf die Balearen aus. Hier lag die Preissteigerung lediglich bei 1,9 Prozent. Wer seinen Urlaub innerhalb Deutschlands plante, zahlte für Pauschalreisen im Inland 2,2 Prozent mehr.

Trotz steigender Preise und wirtschaftlicher Unsicherheiten planen viele Deutsche weiterhin Urlaubsreisen. Die Nachfrage bleibt laut Branchenbeobachtern hoch. Für die anstehende Hauptreisezeit erwartet die Deutsche Flugsicherung einen stabilen Betrieb. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben personell aufgestockt und die Einsatzpläne flexibilisiert. Zudem soll moderne Technik dabei helfen, mehr Flugzeuge gleichzeitig zu koordinieren. Unwägbarkeiten bestehen weiterhin durch zunehmende Extremwetterlagen und geopolitische Krisen, die Auswirkungen auf den verfügbaren Luftraum haben. Dazu zählen insbesondere die Konflikte im Nahen Osten und der Krieg in der Ukraine.

LuftverkehrReisenTourismus Preiserhöhung

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