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Fitch senkt Kreditwürdigkeit der USA – DAX vor schwächerem Start

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Fitch senkt Kreditwürdigkeit der USA – DAX vor schwächerem Start

Nachdem die Wall Street den Handelstag stabil abschloss, erhielten die Anleger eine schlechte Nachricht bezüglich der Kreditwürdigkeit der Vereinigten Staaten. Die Rating-Agentur Fitch entzog den USA ihre Bestnote.

Der DAX verzeichnete gestern einen Rückgang von 1,26 Prozent, da Anleger nach zwei Handelstagen mit Rekordwerten Gewinne mitnahmen. Im Gegensatz dazu konnte sich die Wall Street im Verlauf stabilisieren, und der Dow Jones schloss mit einem Anstieg von 0,2 Prozent.

Doch dann traf die Entscheidung von Fitch ein, die Bonitätsbewertung der USA von "AAA" auf "AA+" herabzusetzen. Dies könnte die Schuldenaufnahme des Landes verteuern und wird als bedeutendes psychologisches Signal an den Finanzmärkten wahrgenommen.

Die Börsen in Asien gerieten daraufhin unter Druck, insbesondere Technologiewerte erlebten einen Rückgang. Dies könnte sich auch auf den DAX auswirken, der laut Broker IG kurz vor dem Handelsbeginn auf Xetra mit einem Abschlag von 0,7 Prozent auf 16.127 Punkte taxierte.

Die Berichtssaison ist weiterhin in vollem Gange, und vor Börseneröffnung veröffentlichten gleich vier DAX-Konzerne ihre Quartalsergebnisse.

Der Dialysekonzern FMC zeigte Zuversicht für das Jahr 2023, nachdem er im zweiten Quartal Zuwächse verzeichnete. Das Unternehmen erwartet nun ein stabiles bereinigtes operatives Ergebnis bis hin zu einem möglichen Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich, im Vergleich zu einem operativen Ergebnis von 1,54 Milliarden Euro im Jahr 2022. Beim Umsatz prognostiziert FMC weiterhin ein Wachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.

Auch die Muttergesellschaft von FMC, Fresenius, verzeichnete leichte Fortschritte mit einem Umsatzanstieg von drei Prozent im zweiten Quartal auf 10,4 Millionen Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern ging zwar um fünf Prozent auf 956 Millionen Euro zurück, lag jedoch über den Erwartungen der Analysten. Die bereits angekündigte Restrukturierung des österreichischen Klinikdienstleisters Vamed schlug bei Fresenius mit einem negativen Sondereffekt von 332 Millionen Euro zu Buche, aber das Unternehmen strebt eine operative Wende im vierten Quartal an.

Siemens Healthineers kehrte im dritten Geschäftsquartal auf den Wachstumspfad zurück, nachdem es im ersten Halbjahr schwächer war. Der Umsatz stieg in den drei Monaten bis Ende Juni um 0,3 Prozent auf 5,2 Milliarden Euro, bereinigt um Wechselkurs- und Portfolioeffekte sogar um 3,6 Prozent. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern sank jedoch um drei Prozent auf 740 Millionen Euro, blieb jedoch unter den Erwartungen der Analysten, hauptsächlich aufgrund rückläufiger Geschäfte mit Antigen-Schnelltests zur Erkennung von Covid-19. Der Gewinn stieg hingegen dank einer sinkenden Steuerquote um knapp ein Viertel auf 451 Millionen Euro.

Trotz enttäuschender Zahlen konnte der Halbleiterkonzern AMD positive Aussichten für seinen neuen KI-Spezialchip verkünden. Das Unternehmen verzeichnete im letzten Quartal eine erstaunliche Zunahme von KI-Aufträgen, die sich mehr als versiebenfacht haben. Die Produktion des Prozessors MI300, der speziell für komplexe Berechnungen im Bereich der Künstlichen Intelligenzen entwickelt wurde, wird erfolgreich ausgebaut. Allerdings litt AMD im abgelaufenen Quartal unter der allgemeinen Absatzschwäche bei PCs, was zu einem Rückgang des Konzernumsatzes um 18 Prozent auf 5,359 Milliarden Dollar führte. Überraschenderweise brach der Gewinn deutlich um 94 Prozent auf 27 Millionen Dollar ein.

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