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Finanzmärkte unter Druck

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Finanzmärkte unter Druck

Die Wall Street beendete die Woche mit einem schwachen Trend, der von enttäuschenden Quartalsberichten aus dem Bankensektor und zunehmenden Spannungen im Nahen Osten beeinflusst wurde. Die großen Aktienindizes der Wall Street verzeichneten Verluste, nachdem am Vortag vor allem die Technologieaktien zugelegt hatten. Der Dow Jones verlor 1,24 Prozent und schloss bei 37.983 Punkten, während der S&P 500 um 1,46 Prozent auf 5.123 Punkte nachgab. Ebenso gab die Nasdaq ihre Gewinne vom Vortag fast vollständig ab, mit einem Tagesverlust von 1,62 Prozent.

Die Bedenken über eine mögliche Zinserhöhung wurden verstärkt, nachdem der nächste Fed-Banker, Jeff Schmid, keine unmittelbaren Zinssenkungen befürwortete. Er betonte die fortgesetzte Stärke des Arbeitsmarktes und die anhaltende Inflation über zwei Prozent. Die Banken JPMorgan Chase, Citigroup und Wells Fargo enttäuschten mit ihren Quartalsberichten. Obwohl JPMorgan Chase die Erwartungen der Analysten übertraf, fiel der Aktienkurs um 6,44 Prozent, da der Ausblick auf das Gesamtjahr zurückhaltend ausfiel. Citigroup verzeichnete ebenfalls einen deutlichen Gewinnrückgang und kündigte einen Stellenabbau an. Auch Wells Fargo prognostizierte einen Rückgang der Netto-Zinseinnahmen für das Jahr 2024.

Die steigenden Spannungen im Nahen Osten, insbesondere die Angst vor einem möglichen Angriff des Iran auf Israel, trugen zu einem Anstieg der Ölpreise bei. Die USA kündigten an, zusätzliche Ressourcen in die Region zu verlegen, was die Kriegsgefahr verstärkte. Dies führte zu einem Anstieg der Ölpreise auf den höchsten Stand seit Oktober 2023. Der DAX verzeichnete ebenfalls Verluste, wobei das schwierige Marktumfeld und die unsichere Geldpolitik der Federal Reserve die Anleger verunsicherten. Die Zwischenerholung verpuffte, und der DAX schloss mit einem Tagesverlust von 0,13 Prozent bei 17.930 Punkten.

Die Unterschiede in den Zinsperspektiven zwischen den USA und der Eurozone spiegelten sich am Devisenmarkt wider, wobei der Euro gegenüber dem Dollar weiter schwächelte. Die US-Importpreise stiegen stärker als erwartet, was die Zinserwartungen dämpfte. Die Stimmung der US-Verbraucher trübte sich ebenfalls ein, während der Goldpreis ein neues Rekordhoch erreichte. Unternehmen wie Varta und Thyssenkrupp kämpften mit wirtschaftlichen Herausforderungen, während Lufthansa Flüge nach Teheran aufgrund der zunehmenden Spannungen im Nahen Osten aussetzte.

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