Finanzmärkte im Aufwind: Fed-Entscheid beflügelt
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Die Finanzmärkte reagierten positiv auf die Ankündigung der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die Leitzinsen im laufenden Jahr voraussichtlich dreimal zu senken. Diese Entscheidung, die im Rahmen der jüngsten Zinssitzung getroffen wurde, ließ den Dow Jones Industrial Average auf ein neues Rekordhoch von 39.529 Punkten klettern, bevor er zum Handelsschluss leicht auf 39.512 Punkte nachgab. Die Ankündigung kam nach einer Periode hoher Inflationserwartungen, die jedoch die Pläne der Fed nicht zu beeinträchtigen scheinen. Die Fed erhöhte ihre Prognosen für die Kerninflation und das Wirtschaftswachstum, bestätigte aber die Möglichkeit einer ersten Zinssenkung bereits im Juni.
Parallel dazu erreichte der deutsche Aktienindex DAX nachmittags einen neuen Höchststand von 18.044 Punkten und übertraf damit sein vorheriges Rekordhoch. Zum Handelsende notierte der DAX leicht höher bei 18.015 Punkten. Die Aussicht auf eine lockere Geldpolitik der Fed trug zu einem allgemeinen Optimismus an den Märkten bei, was auch den zinssensiblen Technologiewerten zugutekam. Der Nasdaq 100 verzeichnete einen Anstieg um 1,15 Prozent.
Die europäische Gemeinschaftswährung Euro zog ebenfalls an und notierte am späten Abend 0,55 Prozent höher bei 1,0921 Dollar. Dieser Anstieg folgte den Hinweisen der Europäischen Zentralbank (EZB) auf eine mögliche Zinswende im Juni. EZB-Präsidentin Christine Lagarde deutete an, dass die Bank bis dahin genügend Sicherheit haben könnte, um über eine Zinssenkung zu entscheiden.
Neben den Währungen und Aktienindizes profitierte auch der Goldpreis von der Aussicht auf niedrigere Zinsen und stieg um 1,2 Prozent auf 2.182 Dollar pro Feinunze. Im Gegensatz dazu standen die Ölpreise unter Druck und verzeichneten Verluste, wobei ein Barrel der Nordseesorte Brent 1,2 Prozent weniger kostete als am Vortag.
In der Unternehmenswelt gab es ebenfalls bemerkenswerte Entwicklungen. So erhielt der Chiphersteller Intel von der US-Regierung Darlehen und Subventionen in Höhe von fast 20 Milliarden Dollar, um die heimische Halbleiterproduktion zu fördern und die Abhängigkeit von China und Taiwan zu verringern. Der Impfstoffhersteller BioNTech kündigte an, bis 2026 sein erstes Krebsmedikament auf den Markt bringen zu wollen, mit weiteren Zulassungen in zehn Indikationen bis 2030.
