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Finanzielle Schwierigkeiten bei Spirit AeroSystems durch Boeing-Streik

Finanzielle Schwierigkeiten bei Spirit AeroSystems durch Boeing-Streik

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Finanzielle Schwierigkeiten bei Spirit AeroSystems durch Boeing-Streik

Spirit AeroSystems, der wichtigste Zulieferer des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing, befindet sich aufgrund des anhaltenden Streiks bei Boeing in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten. Im dritten Quartal verzeichnete Spirit AeroSystems einen Nettoverlust von 217 Millionen US-Dollar. Zusätzlich musste das Unternehmen seine gesamte Kreditlinie in Höhe von 350 Millionen Dollar ausschöpfen, wie es am Mittwoch bekannt gab.

Der Grund für diese finanzielle Belastung liegt in den ausbleibenden Vorauszahlungen von Boeing. Im Juli war eine Absichtserklärung zur Übernahme von Spirit durch Boeing unterzeichnet worden, doch die erwarteten 425 Millionen Dollar an Vorauszahlungen blieben aus. Infolgedessen schrumpften die Barreserven von Spirit AeroSystems auf 218 Millionen Dollar. Als Reaktion auf die Bekanntgabe der Quartalsergebnisse fiel der Aktienkurs des Unternehmens im nachbörslichen Handel um vier Prozent. Boeing selbst äußerte sich nicht zu den aktuellen Entwicklungen.

Spirit AeroSystems sieht den Streik der Boeing-Mitarbeiter als Hauptursache für die angespannte finanzielle Lage. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten kündigte das Unternehmen an, 700 seiner Mitarbeiter für einen Zeitraum von 21 Tagen in Zwangsurlaub zu schicken. Es wurde auch vor möglichen Entlassungen gewarnt, falls der Streik weiter andauern sollte.

Unterdessen lehnten die streikenden Boeing-Beschäftigten am Mittwoch ein neues Lohnangebot ab. Die größte Gewerkschaft des Unternehmens gab bekannt, dass 64 Prozent der rund 30.000 Beschäftigten gegen den vorgeschlagenen Tarifvertrag stimmten. Der Vertrag hätte eine Lohnerhöhung von 35 Prozent über vier Jahre vorgesehen. Eine Lösung des Streiks ist derzeit nicht in Sicht, was die finanzielle Unsicherheit bei Spirit AeroSystems weiter verschärft.

Trotz dieser Herausforderungen betonte Boeing, dass die geplante Übernahme von Spirit AeroSystems weiterhin im Zeitplan liege. Das Unternehmen hält an seinem Vorhaben fest, den Zulieferer bis Mitte 2025 für 4,7 Milliarden Dollar in Aktien zurückzukaufen. Kelly Ortberg, der CEO von Boeing, bekräftigte dies während einer Telefonkonferenz am Mittwoch und erklärte, dass es keine Änderungen an den Übernahmeplänen gebe. Spirit AeroSystems war 2005 von Boeing ausgegliedert worden.

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