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FIFA scheitert mit 20-Milliarden-Dollar-Verkaufsplan nach UEFA-Revolte

Der ambitionierte Plan der FIFA, einen Anteil ihres Geschäftsimperiums zu verkaufen, ist nach massivem Widerstand gescheitert.

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FIFA scheitert mit 20-Milliarden-Dollar-Verkaufsplan nach UEFA-Revolte

Die FIFA hat ihren umstrittenen Plan, eine neue Tochtergesellschaft an externe Investoren zu verkaufen, aufgegeben. Dies berichtete die New York Post am Freitag unter Berufung auf vier mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Der Weltfußballverband wollte durch den Verkauf einer Beteiligung von rund 20 Prozent bis zu 4,2 Milliarden US-Dollar einnehmen – bei einer Gesamtbewertung des neuen Geschäftszweigs von 20 Milliarden US-Dollar.

Konkret hatte die FIFA vorgeschlagen, eine Tochtergesellschaft namens FIFA Forward Enterprise (FFE) zu gründen, die die Weltmeisterschaft und andere Veranstaltungen verwalten sollte. Die gemeinnützige Organisation betonte jedoch, dass „niemand den Fußball verkauft" und der Deal in der Presse falsch dargestellt worden sei. Reuters konnte den Bericht über das Scheitern des Plans zunächst nicht unabhängig verifizieren, und die FIFA reagierte nicht sofort auf eine Anfrage zur Stellungnahme.

UEFA-Revolte und interner Aufruhr

Der Vorschlag stieß von Beginn an auf heftigen Widerstand. Nachdem der Plan am Dienstag bekannt wurde, führte der europäische Fußballverband UEFA die Opposition an und warf der FIFA vor, die „Seele" des Sports zum Verkauf anzubieten. Am Donnerstag stimmten die 55 Mitgliedsnationen der UEFA einstimmig für einen Boykott aller FIFA-Turniere – ein beispielloser Schritt, der weniger als zwei Wochen nach dem WM-Triumph der spanischen Nationalmannschaft erfolgte.

Der Widerstand beschränkte sich jedoch nicht auf externe Verbände. Auch innerhalb der FIFA-Führung kam es zu einem tiefen Zerwürfnis. Carlos Cordeiro, ein leitender Berater von FIFA-Präsident Gianni Infantino, trat am Freitag aus Protest gegen den Plan zurück. Noch deutlicher wurde Kevin Lamour, Chief Operating Officer der FIFA: Er erklärte, die Mitarbeiter seien von Infantino „getäuscht" worden, und bezeichnete den Vorschlag als „Projekt einer einzelnen Person".

Kushner-Verbindung und finanzielle Details

Besondere Aufmerksamkeit erregte die geplante Investorengruppe. Thrive Eternal, ein von Thrive Capital verwalteter Fonds, sollte laut FIFA die Investorengruppe anführen. Thrive Capital wurde von Joshua Kushner gegründet – dem Bruder von Jared Kushner, dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump. Diese Verbindung zur politischen Sphäre der USA dürfte den Widerstand gegen den Plan zusätzlich befeuert haben.

Um die Mitgliedsverbände für den Plan zu gewinnen, hatte FIFA-Präsident Infantino in einem Brief an alle Mitgliedsverbände in Aussicht gestellt, dass jeder Verband 40 Millionen US-Dollar erhalten würde – sofern er dem Vorschlag bis zum 19. September zustimmt. Dieses finanzielle Anreizmodell konnte die breite Opposition jedoch nicht überwinden.

FIFA zieht die Reißleine

Angesichts des massiven Gegenwinds von innen und außen gab die FIFA schließlich nach. Der Verband erklärte, den Plan ohne die Unterstützung der Mehrheit seiner Mitgliedsverbände nicht weiterzuverfolgen. Das Scheitern des Deals markiert eine schwere Niederlage für Infantino und wirft Fragen über die Führung und die strategische Ausrichtung des Weltfußballverbands auf. Für deutsche Fußballfans und Investoren bleibt die FIFA damit vorerst eine gemeinnützige Organisation ohne externe Kapitalbeteiligung.

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