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Fehmarnbelt-Tunnel: Verzögerungen bis 2031 - BAM und DEME unter Druck

Das prestigeträchtige Fehmarnbelt-Tunnelprojekt zwischen Deutschland und Dänemark gerät zunehmend in Schieflage. Die Aktien der beteiligten Baukonzerne BAM und DEME fielen am Montag deutlich, nachdem massive Verzögerungen und Kostenexplosionen bekannt wur

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Fehmarnbelt-Tunnel: Verzögerungen bis 2031 - BAM und DEME unter Druck

Die Spannungen beim Bau des Fehmarnbelt-Tunnels zwischen Deutschland und Dänemark haben sich dramatisch verschärft. Der niederländische Baukonzern BAM verzeichnete am Montag einen Kursverlust von 3,2 Prozent, während die Aktie des belgischen Unternehmens DEME um 2,3 Prozent nachgab. Auslöser waren Berichte über massive Probleme bei dem Infrastrukturgroßprojekt.

Eröffnung verzögert sich um zwei Jahre

Der CEO von Sund & Bælt, dem dänischen Auftraggeber des Projekts, deutete nun an, dass die Tunneleröffnung voraussichtlich erst 2031 stattfinden wird. Ursprünglich war das Jahr 2029 als Zieltermin kommuniziert worden. Die gemeldete Verzögerung beträgt damit rund 20 Monate und stellt einen herben Rückschlag für das ambitionierte Vorhaben dar.

Milliardenschwere Kostenexplosion droht

Neben den zeitlichen Verzögerungen entwickeln sich auch die Kosten zum Albtraum für alle Beteiligten. Die Forderungen der Auftragnehmer sollen Marktberichten zufolge mittlerweile rund 1,95 Milliarden Euro erreichen. Dies kommt zu den ursprünglichen Verträgen des Joint Ventures Femern Link Contractors (FLC) im Gesamtwert von 3,4 Milliarden Euro hinzu.

Technische Probleme häufen sich

Das Verhältnis zwischen dem dänischen Auftraggeber Femern A/S und dem Hauptauftragnehmer-Konsortium FLC hat sich nach Angaben der niederländischen Baunachrichtenseite Cobouw erheblich verschlechtert. Beide Seiten schieben sich gegenseitig die Schuld für die aufgetretenen Probleme zu. Zu den technischen Hindernissen zählen eine verlangsamte Produktion, sich in der Fabrik in Rødbyhavn anhäufende Tunnelelemente sowie Zertifizierungsprobleme mit dem Tauchponton. Zudem gibt es Berichte über Schwierigkeiten mit dem ausgebaggerten Tunnelgraben.

Bedeutung für die beteiligten Konzerne

An dem von VINCI geführten Joint Venture Femern Link Contractors sind neben dem französischen Bauriesen auch BAM und DEME beteiligt. Das Konsortium ist für den Bau der abgesenkten Tunnelsegmente, Portale und Rampen verantwortlich. BAM hält einen Anteil von 12,5 Prozent an dem Projekt, was die Kursverluste am Montag erklärt.

Der Fehmarnbelt-Tunnel soll nach seiner Fertigstellung Deutschland und Dänemark über eine 18 Kilometer lange Unterwasserverbindung zwischen Fehmarn und der dänischen Insel Lolland verbinden. Das Projekt gilt als eine der größten Infrastrukturinvestitionen Nordeuropas und soll die Reisezeit zwischen Hamburg und Kopenhagen erheblich verkürzen.

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