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Family Offices setzen auf Co-Investments mit Private-Equity-Fonds

Ultrareiche Familien kombinieren Fondsinvestitionen mit Direktbeteiligungen und sparen dabei Gebühren.

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Family Offices setzen auf Co-Investments mit Private-Equity-Fonds

Vermögensverwaltungen superreicher Familien haben einen neuen Weg gefunden, um in Privatunternehmen zu investieren: Sie gehen strategische Partnerschaften mit Private-Equity-Fonds ein. Diese sogenannten Co-Investment-Vereinbarungen ermöglichen es Family Offices, große Fondszusagen zu tätigen und gleichzeitig zusätzliches Kapital direkt in einzelne Portfoliounternehmen zu investieren.

Dabei profitieren die Vermögensverwaltungen von reduzierten Verwaltungs- und Performance-Gebühren auf ihre Direktinvestitionen. Der PE-Fonds übernimmt weiterhin die aufwendige Deal-Akquise und Due Diligence. Diese Win-Win-Situation hat in den vergangenen zehn Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen, wie Anwälte und Fondsmanager berichten.

Zugang zu größeren Deals

Durch die Kooperation mit Private-Equity-Fonds erhalten Family Offices Zugang zu Beteiligungen, die sie allein nicht vollständig erwerben könnten. "PE-Sponsoren sind zunehmend bereit, Co-Investment-Rechte auszuhandeln, um Family Offices zur Kapitalzusage zu bewegen", erklärt Kevin Shmelzer von Morgan Lewis. Dabei erhalten die Vermögensverwaltungen oft auch detailliertere Informationen zu Portfoliounternehmen als reguläre Fondsinvestoren.

Teilweise räumen PE-Firmen den Family Offices sogar das Recht ein, bei Kapitalerhöhungen neue Aktien zu kaufen, um ihren Eigentumsanteil zu halten. Einige Familienklienten investieren mittlerweile 15 bis 20 Prozent ihres Portfolios in solche Co-Investments.

Eingeschränkte Kontrolle als Nachteil

Trotz der Vorteile müssen Family Offices Abstriche bei der Kontrolle machen. Sie bleiben Minderheitsinvestoren ohne die Governance- und operativen Rechte, die sie bei einem direkten Unternehmenskauf hätten. Besonders kritisch: Sie können selten verhindern, dass der PE-Fonds das Unternehmen verkauft – ein erheblicher Nachteil für die langfristig orientierten Vermögensverwaltungen.

Dennoch überwiegen für viele die Vorteile. "Family Offices können Kapital schneller einsetzen, als wenn sie sich ausschließlich auf eigene Deals oder Fondszuteilungen verlassen würden", betont Doug Macauley von Cambridge Advisory. Er erwartet, dass diese Investitionsform weiter zunehmen wird, da die privaten Märkte generell attraktiver werden.

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