ExxonMobil kaufen, Nike verkaufen: Aktientipps der Woche
Steigende Ölpreise und der Iran-Krieg bestimmen die Marktlage – diese Woche mit klaren Empfehlungen für Anleger.

Die US-Aktienmärkte haben eine turbulente Woche hinter sich. Der S&P 500 verzeichnete seinen fünften wöchentlichen Verlust in Folge und büßte 2,1% ein. Der technologielastige Nasdaq rutschte um 3,2% ab und folgte damit dem Dow Jones ins Korrekturterrain, der 0,9% verlor.
Auslöser des breiten Ausverkaufs am Freitag sind die wachsenden Sorgen über die globalen wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges. Besonders die Gefahr von Versorgungsunterbrechungen in der Straße von Hormus treibt Investoren um. Der Konflikt geht inzwischen in seinen zweiten Monat.
In der kommenden Woche rücken wichtige Wirtschaftsdaten in den Fokus. Der US-Arbeitsmarktbericht für März wird am 3. April erwartet – ausgerechnet an Karfreitag, wenn die US-Börsen geschlossen bleiben. Analysten rechnen mit einem Stellenzuwachs von 56.000 und einer Arbeitslosenquote von 4,4%. Zudem stehen Einzelhandelsumsätze für Februar sowie Daten zur Aktivität im verarbeitenden Gewerbe auf dem Programm.
Fed-Chef Jerome Powell nimmt am Montag an einer moderierten Diskussion an der Harvard University teil. Seine Aussagen könnten erneut für Bewegung an den Märkten sorgen. Nike legt am Dienstag seine Quartalszahlen vor, während der Großteil der Ergebnisse für das erste Quartal noch einige Wochen auf sich warten lässt.
ExxonMobil: Klare Kaufempfehlung dank Ölpreisanstieg
ExxonMobil sticht in dieser Woche als eindeutige Kaufempfehlung hervor. Der entscheidende Treiber ist der massive Anstieg der weltweiten Ölpreise infolge des Iran-Krieges. Die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) ist seit Jahresbeginn um mehr als 70% auf rund 100 US-Dollar pro Barrel gestiegen.
Die internationalen Brent-Rohöl-Futures überschritten am Freitag die Marke von 105 US-Dollar, mit Intraday-Hochs in Richtung 110 US-Dollar. Solange die Spannungen rund um die Straße von Hormus anhalten, dürfte ExxonMobil als einer der größten integrierten Ölkonzerne der Welt direkt von den hohen Energiepreisen profitieren.
Nike: Schwacher Ausblick belastet die Aktie
Auf der anderen Seite steht Nike als Verkaufskandidat der Woche. Das Unternehmen präsentiert am Dienstag seine Quartalszahlen – und der Markt erwartet keinen Befreiungsschlag. Der anhaltende Rückgang der Verbraucherstimmung, gepaart mit einem schwierigen globalen Handelsumfeld, lastet auf dem Sportartikelhersteller.
Die Kombination aus schwachem Konsumklima, Währungsgegenwind und strukturellen Herausforderungen im wichtigen China-Geschäft macht Nike kurzfristig anfällig. Anleger sollten die Quartalszahlen am Dienstag genau beobachten – enttäuschende Ergebnisse oder ein vorsichtiger Ausblick könnten die Aktie weiter unter Druck setzen.
