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Europäische Aktien steigen: HSBC glänzt mit starkem Kernziel

Europas Börsen legen zu, angeführt von HSBC mit einem Plus von über 5 Prozent nach überzeugenden Jahreszahlen.

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Europäische Aktien steigen: HSBC glänzt mit starkem Kernziel

Europäische Aktien haben am Mittwoch zugelegt, während Anleger eine Vielzahl bedeutender Quartalsergebnisse auswerteten. Der DAX stieg um 0,3 Prozent, der französische CAC 40 um 0,4 Prozent und der britische FTSE 100 um 1 Prozent. Der paneuropäische STOXX 600 erreichte im Handelsverlauf ein neues Intraday-Hoch.

Die globale Risikobereitschaft nimmt zu, da sich die Unsicherheit rund um die US-Handelszölle von Präsident Donald Trump etwas legt. Ein Urteil des Obersten Gerichtshofs schränkt Trumps Befugnis ein, Zölle unter dem International Emergency Economic Powers Act zu verhängen – für weitere Abgaben benötigt er künftig die Zustimmung des Kongresses. Die wichtigsten Wall-Street-Indizes schlossen am Dienstag höher, und auch asiatische Märkte in Japan, Südkorea und Australien erreichten Rekordhöhen.

HSBC übertrifft Erwartungen mit neuem Zinsziel

Der Bankensektor sorgte für den stärksten Impuls: HSBC-Aktien kletterten um mehr als 5 Prozent. Der größte europäische Kreditgeber übertraf zwar die Gewinnprognosen für das Gesamtjahr, verzeichnete jedoch einen Rückgang des Vorsteuergewinns um 7 Prozent. Entscheidend für die positive Kursreaktion war das neue Ziel für den Zinsüberschuss 2026, das über den Analystenerwartungen liegt und signalisiert, dass die Umstrukturierung abgeschlossen ist.

Ebenfalls positiv entwickelte sich E.ON mit einem Plus von 1,8 Prozent. Der größte europäische Energienetzbetreiber meldete Ergebnisse im Rahmen der Erwartungen und hob seinen Fünfjahres-Investitionsplan auf 48 Milliarden Euro an – prognostiziert für 2026 jedoch einen Nettogewinn unterhalb des diesjährigen Niveaus. Windkraftanlagenhersteller Nordex legte sogar um 11 Prozent zu, nachdem das Unternehmen die Quartalsprognosen übertraf und sein mittelfristiges Rentabilitätsziel anhob.

Diageo und Fresenius unter Druck

Auf der Verliererseite stand Diageo mit einem Kurssturz von 9 Prozent. Der weltgrößte Spirituosenhersteller senkte seine Jahresprognose für Umsatz und Gewinn zum zweiten Mal innerhalb von vier Monaten und kürzte zudem die Dividende – schwache Nachfrage in den USA und China macht dem Konzern zu schaffen. Fresenius SE verlor rund 2 Prozent, da die Gewinnwachstumsprognose für 2026 hinter den Erwartungen zurückblieb, obwohl der Gesundheitskonzern einen Rekordumsatz im Quartal erzielte.

Auch die Adecco Group gab nach und verlor 1,3 Prozent. Der weltweit führende Personaldienstleister übertraf zwar die Quartalsprognosen, enttäuschte jedoch bei der Bruttomarge, was Fragen zur Rentabilitätsentwicklung aufwirft.

Nvidia im Fokus, deutsche Konjunkturdaten gemischt

Am Abend richtet sich der Blick der Anleger auf Nvidia. Der wertvollste Konzern der Welt legt nach US-Börsenschluss seine neuesten Quartalszahlen vor. Laut LSEG-Daten wird ein Gewinnanstieg von 62 Prozent und ein Umsatzsprung von 68 Prozent erwartet – der Chiphersteller hat die Umsatzprognosen in 13 aufeinanderfolgenden Quartalen übertroffen.

Aus Deutschland kamen gemischte Konjunktursignale. Das BIP wuchs im vierten Quartal 2025 um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal und damit stärker als die Stagnation der vorangegangenen Periode. Der GfK-Konsumklimaindex für März fiel jedoch überraschend auf -24,7 Punkte, nach -24,2 im Vormonat – Analysten hatten einen Anstieg auf -23,1 erwartet. Die Verbraucherinflation in der Eurozone wurde für Januar mit 1,7 Prozent auf Jahresbasis bestätigt.

Die Ölpreise stiegen ebenfalls und blieben nahe ihrer Sieben-Monatshochs. Brent-Futures kletterten um 0,4 Prozent auf 70,86 Dollar je Barrel, US-Rohöl der Sorte WTI legte um 0,5 Prozent auf 65,93 Dollar zu. Hintergrund sind bevorstehende Atomgespräche zwischen den USA und dem Iran in Genf, bei denen US-Gesandte Steve Witkoff und Jared Kushner am Donnerstag mit iranischen Vertretern zusammentreffen.

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