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EU-Kommission will Kartellfreigabe für SpaceX-Konkurrenten beschleunigen

Brüssel strebt schnelle Genehmigung für europäisches Satellitenprojekt von Airbus, Leonardo und Thales an.

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EU-Kommission will Kartellfreigabe für SpaceX-Konkurrenten beschleunigen

Die Europäische Union will die kartellrechtliche Genehmigung für ein Satellitenunternehmen beschleunigen, das als Antwort des Blocks auf SpaceX gilt. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf eine mit dem Verfahren vertraute Person. Demnach hat es im Vorfeld intensive Gespräche mit den beteiligten Partnern Leonardo SpA, Airbus SE und Thales SA gegeben.

Die Gespräche im vergangenen Jahr konzentrierten sich darauf, potenzielle wettbewerbsrechtliche Bedenken hinsichtlich des Projekts frühzeitig zu identifizieren und auszuräumen. Dies sollte geschehen, bevor das Vorhaben formell zur Genehmigung angemeldet wird. Die Quelle sprach unter der Bedingung der Anonymität, da die Beratungen nicht öffentlich sind.

Obwohl die beteiligten Unternehmen die Anmeldung noch nicht eingereicht haben, rechnen die EU-Behörden damit, dass dies in den kommenden Wochen geschieht. Damit rückt der formelle Prüfprozess in greifbare Nähe. Die zuständigen Wettbewerbshüter bereiten sich offenbar darauf vor, das Verfahren zügig zu behandeln.

Hintergrund und Bedeutung für den europäischen Markt

Das Vorhaben ist Teil der europäischen Bestrebungen, im wachsenden Markt für Satellitenkonstellationen und Satellitenkommunikation eine eigenständige Position aufzubauen. Mit dem Projekt soll ein Gegengewicht zu den dominierenden Anbietern aus den USA entstehen. Für die beteiligten Konzerne Airbus, Leonardo und Thales geht es um ein strategisch wichtiges Geschäftsfeld, das zunehmend an Bedeutung gewinnt.

Die frühzeitigen Gespräche zwischen den Unternehmen und den EU-Wettbewerbsbehörden sind ein ungewöhnlicher, aber zunehmend verbreiteter Ansatz. Er ermöglicht es den Beteiligten, regulatorische Hürden bereits vor der offiziellen Anmeldung zu erkennen und zu adressieren. Auf diese Weise soll vermieden werden, dass das Verfahren durch spätere Nachbesserungen verzögert wird.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung vor allem mit Blick auf die beteiligten Konzerne relevant. Airbus SE ist als börsennotiertes Unternehmen auch an deutschen Handelsplätzen stark vertreten. Veränderungen in der europäischen Satelliten- und Raumfahrtstrategie können die Geschäftsaussichten der beteiligten Firmen beeinflussen.

Politische Flankierung durch die EU-Spitze

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wird im Zusammenhang mit dem Vorhaben genannt. Die politische Unterstützung aus Brüssel unterstreicht den Stellenwert, den die EU dem Aufbau eigener Kapazitäten im Weltraum beimisst. Eine schnelle kartellrechtliche Freigabe würde das Signal senden, dass Europa bei strategischen Zukunftstechnologien zügig vorankommen will.

Der Zeitplan bleibt jedoch von der tatsächlichen Einreichung der Anmeldung abhängig. Erst danach können die Wettbewerbsbehörden den formellen Prüfprozess einleiten. Sollten die Unternehmen die Unterlagen wie erwartet in den kommenden Wochen vorlegen, könnte die Entscheidung vergleichsweise rasch fallen.

Ob und in welchem Umfang die EU-Kommission Auflagen erteilen wird, ist derzeit offen. Die vorbereitenden Gespräche deuten jedoch darauf hin, dass die Beteiligten mögliche Bedenken bereits im Vorfeld ausräumen wollen. Für den Markt bleibt die Entwicklung damit ein wichtiger Indikator für die europäische Ambition im Satellitengeschäft.

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