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EU-Gipfel: Brüssel plant wirtschaftliche Unabhängigkeit von USA und China

Staats- und Regierungschefs beraten Strategien gegen wirtschaftlichen Zwang und interne Handelshemmnisse

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EU-Gipfel: Brüssel plant wirtschaftliche Unabhängigkeit von USA und China

Die Europäische Union will sich wirtschaftlich unabhängiger von den Vereinigten Staaten und China aufstellen. Am Donnerstag kommen die Staats- und Regierungschefs in Brüssel zusammen, um konkrete Maßnahmen gegen wirtschaftliche Abhängigkeiten und Zwang zu diskutieren. Ratsvorsitzender Antonio Costa hat dafür einen umfassenden Aktionsplan vorgelegt.

Im Zentrum der Beratungen steht die Reduzierung der Anfälligkeit Europas gegenüber externem wirtschaftlichem Druck. Die EU-Führung sieht dringenden Handlungsbedarf, um die strategische Autonomie des Kontinents zu stärken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen zu erhöhen.

Massive interne Handelshemmnisse belasten EU-Wirtschaft

Ein zentrales Problem sind die bestehenden bürokratischen Hürden innerhalb der EU selbst. Diese Barrieren wirken sich verheerend auf den Binnenmarkt aus: Sie entsprechen faktisch internen Zöllenvon 44 Prozent auf Industriegüter und sogar 110 Prozent auf Dienstleistungen. Diese Zahlen verdeutlichen, wie stark der freie Waren- und Dienstleistungsverkehr trotz der Binnenmarkt-Idee noch eingeschränkt ist.

Der Abbau dieser Hemmnisse steht ganz oben auf der Agenda des Gipfels. Experten gehen davon aus, dass eine Beseitigung der bürokratischen Hürden das Wirtschaftswachstum in der EU erheblich ankurbeln könnte. Zudem würde dies europäische Unternehmen im globalen Wettbewerb stärken, ohne dass zusätzliche Subventionen nötig wären.

Strategische Neuausrichtung für mehr Souveränität

Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem geopolitische Spannungen zunehmen und Handelsstreitigkeiten die Weltwirtschaft belasten. Die EU-Kommission hat in den vergangenen Monaten mehrfach betont, dass Europa zu abhängig von kritischen Importen aus China und den USA sei. Dies betrifft insbesondere Schlüsseltechnologien, Rohstoffe und Energie.

Die Staats- und Regierungschefs werden weitere Bereiche diskutieren, die für die wirtschaftliche Unabhängigkeit Europas entscheidend sind. Dazu gehören Investitionen in heimische Produktionskapazitäten, die Diversifizierung von Lieferketten und die Stärkung strategischer Partnerschaften mit anderen Regionen. Der Gipfel soll konkrete Beschlüsse fassen, wie diese Ziele in den kommenden Jahren umgesetzt werden können.

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