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Erleichterung bei Tesla

Genehmigung für Gigafactory in Grünheide steht kurz bevor

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Erleichterung bei Tesla

Es ist eine große Woche für Teslas "Gigafactory" in Grünheide bei Berlin. Wie Medien berichten, wird der amerikanische Elektroautohersteller in den nächsten Tagen von den örtlichen Behörden endgültig grünes Licht für die Inbetriebnahme erhalten. Grünes Licht hat er sich in gewisser Weise schon gegeben. Am 28. Februar wählten die Tesla-Mitarbeiter ihren ersten Betriebsrat, eine Gruppe von Angestellten, die nach deutschem Recht gemeinsam mit den Managern über Dinge wie Arbeitszeiten, Urlaub und Weiterbildung entscheiden.

Elon Musk, der gewerkschaftsfeindliche Chef von Tesla, muss darüber verärgert sein. Er hat versucht, sein erstes deutsches Werk vor den strengen deutschen Arbeitsgesetzen zu schützen, indem er das Unternehmen als Societas Europaea (SE) gegründet hat, eine nach EU-Gesellschaftsrecht eingetragene Aktiengesellschaft, die von einigen "Mitbestimmungs"-Vorschriften ausgenommen ist, z. B. von der Vorschrift, dass Unternehmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten den Arbeitnehmern die Hälfte der Sitze in den Aufsichtsräten einräumen müssen. ses sind jedoch nicht von der Einrichtung eines Betriebsrats befreit.

IG Metall befindet sich auf Kollisionskurs mit Musk, seit dieser sich weigert, Tarifverträge für die Branche zu unterzeichnen (das einzige andere Unternehmen, das nicht einbezogen ist, ist Volkswagen, das einen eigenen großzügigen Tarifvertrag hat). Sie hat ein Büro in der Nähe der Gigafactory eingerichtet, um Tesla-Beschäftigte über ihre Rechte zu beraten und ihre Beschwerden entgegenzunehmen. Sie hat einen polnischen Sprecher eingestellt, um die Mitarbeiter zu organisieren, die Tesla jenseits der Grenze in Polen einstellt. Die Gewerkschaft hofft, dass es ihr gelingen wird, genügend Tesla-Beschäftigte zum Beitritt in ihre Reihen zu bewegen, um ihrer Kampagne für den Beitritt zum Tarifvertrag Nachdruck zu verleihen. Die Gewerkschaft behauptet, dass das Unternehmen die leitenden Angestellten gut bezahlt, die Beschäftigten in der Produktion jedoch ein Fünftel weniger erhalten als die Beschäftigten bei BMW und Mercedes-Benz. Vor allem aber sieht sie den Betriebsrat als ersten Schritt zur vollen Mitbestimmung.

Herr Musk muss das anders sehen. Möglicherweise hat er die Wahl vorgezogen, um einen sympathischeren Rat zu bekommen. Tesla hat bisher nur etwa 2.500 meist erfahrene und qualifizierte Mitarbeiter eingestellt, bei einer Belegschaft, die auf etwa 12.000 anwachsen wird. Diese Mitarbeiter sind eher bereit, mit dem Management auf Augenhöhe zu sein. Der Rest der Deutschland ag wird beobachten, ob Deutschland Tesla in etwas weniger Raues verwandelt oder ob Tesla die Arbeitsbeziehungen in Deutschland in etwas weniger Einvernehmliches verwandelt.

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