eLong Power Aktie bricht nach verwässernder Aktienemission um 48% ein
Das Batterie-Unternehmen eLong Power schockt Anleger mit einem öffentlichen Angebot zu stark verwässernden Konditionen.

Die Aktien von eLong Power Holding Ltd (Nasdaq: ELPW) sind am Freitag im vorbörslichen Handel um 47,5 Prozent eingebrochen. Auslöser war die Ankündigung eines registrierten öffentlichen Angebots, das zu einer erheblichen Verwässerung für bestehende Aktionäre führen wird.
Der Anbieter von Lithium-Ionen-Batterie-Energiespeichersystemen legte den Preis für das Angebot auf 1,30 US-Dollar pro Einheit fest. Insgesamt werden 4.615.500 Einheiten auf sogenannter Best-Efforts-Basis angeboten – das bedeutet, der Platzierungsagent ist nicht verpflichtet, alle Einheiten zu verkaufen, sondern bemüht sich lediglich um den bestmöglichen Absatz.
Struktur des Angebots
Jede Einheit besteht aus einer Stammaktie der Klasse A sowie einem Optionsschein (Warrant) zum Kauf einer weiteren Stammaktie der Klasse A – ebenfalls zum Ausübungspreis von 1,30 US-Dollar. Damit verdoppelt sich potenziell die Anzahl der ausgegebenen Aktien, was die starke Kursreaktion erklärt.
Der erwartete Bruttoerlös aus dem Angebot beläuft sich auf rund 6,0 Millionen US-Dollar, vor Abzug von Platzierungsgebühren und sonstigen Aufwendungen. Der Abschluss der Transaktion ist für den 18. Mai 2026 geplant, vorbehaltlich der üblichen Abschlussbedingungen.
Die ausgegebenen Optionsscheine sind unmittelbar nach ihrer Ausgabe ausübbar und verfallen am dritten Jahrestag des Ausgabedatums. Der Ausübungspreis unterliegt den üblichen Anpassungen zum Verwässerungsschutz – etwa bei Aktiensplits, Aktienzusammenlegungen, Dividendenausschüttungen, nachfolgenden Aktienverkäufen und anderen Unternehmensumstrukturierungen.
Verwendung des Erlöses
eLong Power gab an, den Nettoerlös aus dem Angebot für mehrere Zwecke einsetzen zu wollen:
- Betriebsmittelbedarf und allgemeine Unternehmenszwecke
- Produktiteration und -entwicklung
- Erweiterung der Produktionskapazitäten
Als alleiniger Platzierungsagent für das Angebot fungiert die Maxim Group LLC. Auf rechtlicher Seite berät Ortoli Rosenstadt LLP das Unternehmen in US-wertpapierrechtlichen Fragen, während Pryor Cashman LLP den Platzierungsagenten vertritt.
Hintergrund: Verwässerung als Risiko für Aktionäre
Kapitalerhöhungen dieser Art sind für Bestandsaktionäre besonders schmerzhaft, weil der Wert ihrer Anteile durch die neu ausgegebenen Aktien sinkt. Bei eLong Power kommt erschwerend hinzu, dass durch die Optionsscheine eine weitere Verwässerungswelle droht, sobald diese ausgeübt werden. Für ein Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung im Kleinsegment – erkennbar am niedrigen Ausgabepreis von 1,30 US-Dollar – ist ein Kurseinbruch von fast 50 Prozent in solchen Situationen keine Seltenheit.
eLong Power ist als Anbieter von Lithium-Ionen-Batterie-Energiespeichersystemen in einem Wachstumsmarkt tätig, der durch die globale Energiewende und den Ausbau erneuerbarer Energien angetrieben wird. Dennoch zeigt der massive Kursrückgang, wie empfindlich Anleger auf stark verwässernde Finanzierungsmaßnahmen reagieren – insbesondere bei kleineren Unternehmen mit begrenzter Liquidität.
