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Elektroautos weltweit auf dem Vormarsch

China dominiert, Europa kämpft mit Absatz und Konkurrenz durch neue Hersteller

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Elektroautos weltweit auf dem Vormarsch

Weltweit sind mittlerweile rund 56 Millionen Fahrzeuge mit Elektroantrieb unterwegs – ein Anstieg von etwa einem Drittel im Vergleich zum Vorjahr. Diese Zahlen hat das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) veröffentlicht. Im Jahr 2023 lag die Zahl noch bei rund 42 Millionen. In der aktuellen Erhebung werden reine Elektroautos, Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender berücksichtigt.

Mit großem Vorsprung führt China das globale Ranking an: Dort sind 31,4 Millionen E-Fahrzeuge registriert – mehr als die Hälfte des weltweiten Bestandes. Die Vereinigten Staaten folgen mit 6,4 Millionen, Deutschland belegt mit 2,6 Millionen den dritten Platz. Auch Großbritannien und Frankreich kommen jeweils auf rund 2,1 Millionen Fahrzeuge, Norwegen überschreitet mit gut einer Million ebenfalls die Millionengrenze.

Auf dem Automarkt bleibt der Absatz elektrischer Fahrzeuge dynamisch. Zwar war 2024 in Deutschland ein Rückgang bei den Neuzulassungen von E-Autos um 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, doch die Entwicklung in den letzten Monaten deutet auf eine Erholung hin. Im Mai lagen die Neuzulassungen in Europa 25 Prozent über dem Vorjahreswert. Auch bei Hybridfahrzeugen wurde ein Zuwachs von 18 Prozent verzeichnet, während Benziner und Dieselmodelle deutliche Rückgänge von 18,6 beziehungsweise 27,6 Prozent hinnehmen mussten.

Im internationalen Vergleich setzen sich chinesische Hersteller zunehmend durch. BYD konnte seine Position an der Spitze weiter ausbauen und kommt inzwischen auf insgesamt 10,6 Millionen zugelassene Fahrzeuge. Damit liegt das Unternehmen klar vor Tesla mit 7,3 Millionen und Volkswagen mit 4,3 Millionen. BMW und Mercedes-Benz sind mit 2,5 beziehungsweise 1,6 Millionen Fahrzeugen ebenfalls in den Top Ten vertreten. Allerdings warnt das ZSW vor einer trügerischen Wahrnehmung: Durch das starke Wachstum auf dem chinesischen Markt drängen zunehmend dort erfolgreiche, international bisher wenig bekannte Marken auf die globalen Märkte.

Mittlerweile stammen sechs der zehn weltweit führenden Hersteller bei Neuzulassungen im Jahr 2024 aus China. Mercedes-Benz gehört dieser Spitzengruppe nicht mehr an. Die Anforderungen der EU an CO₂-Emissionen bleiben hoch, wodurch der Druck auf die Hersteller bestehen bleibt, den Absatz von Elektrofahrzeugen in Europa weiter zu steigern.

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