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Electrolux verbucht Quartalsverlust durch Nordamerika-Schwäche und US-Zölle

Der schwedische Haushaltsgerätehersteller leidet unter einbrechender Nachfrage und steigenden Zollkosten in den USA.

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Electrolux verbucht Quartalsverlust durch Nordamerika-Schwäche und US-Zölle

Electrolux hat im ersten Quartal 2025 einen deutlichen Rückschlag erlitten. Der schwedische Haushaltsgerätehersteller meldete ein operatives Ergebnis vor Sondereffekten von lediglich 198 Millionen Kronen (rund 21,4 Millionen US-Dollar) – ein starker Einbruch gegenüber den 452 Millionen Kronen im Vorjahreszeitraum. Das ausgewiesene operative Ergebnis rutschte sogar mit einem Minus von 266 Millionen Kronen tief in die Verlustzone.

Auch beim Umsatz zeigt sich die Schwäche deutlich: Der Nettoumsatz sank von 32,6 Milliarden Kronen auf 29,5 Milliarden Kronen. Der organische Umsatz ging dabei um 0,5 Prozent zurück. Unter dem Strich steht ein Nettoverlust von 470 Millionen Kronen – nach einem Gewinn von 42 Millionen Kronen im Vorjahresquartal.

Nordamerika als größter Belastungsfaktor

Der nordamerikanische Markt erwies sich als Hauptproblemzone für den Konzern. Der organische Umsatz brach dort um 11,6 Prozent ein. Als Ursachen nennt Electrolux einen allgemeinen Marktrückgang von rund 10 Prozent sowie erheblich gestiegene US-Zollkosten. Diese Kombination führte zu einem operativen Verlust in der gesamten Region – ein deutliches Warnsignal für den Konzern, der in Nordamerika traditionell einen bedeutenden Teil seines Geschäfts erzielt.

Die US-Zölle belasten dabei nicht nur Electrolux, sondern die gesamte Haushaltsgerätebranche. Hersteller, die Produkte in die USA importieren oder dort mit importierten Komponenten fertigen, sehen sich mit erheblichen Zusatzkosten konfrontiert, die sich nur schwer an die Verbraucher weitergeben lassen – insbesondere in einem ohnehin schwächelnden Marktumfeld.

Lichtblicke in Europa, Asien und Lateinamerika

Während Nordamerika das Ergebnis belastete, konnten andere Regionen positive Akzente setzen. Europa, der asiatisch-pazifische Raum sowie Lateinamerika verbesserten allesamt ihre operativen Ergebnisse. Als treibende Kräfte nennt Electrolux Kosteneffizienz und höhere Absatzvolumina in diesen Märkten. Diese regionalen Zuwächse reichten jedoch nicht aus, um die Verluste in Nordamerika zu kompensieren.

Das zeigt die strukturelle Herausforderung, vor der Electrolux steht: Das Unternehmen ist stark von einem Markt abhängig, der derzeit gleich von mehreren negativen Faktoren gleichzeitig getroffen wird – schwache Konsumnachfrage und handelspolitischer Gegenwind durch Zölle.

Sparziele bestätigt, Nordamerika-Ausblick eingetrübt

Trotz der schwachen Quartalszahlen hält Electrolux an seinem Kostensenkungsprogramm fest. Der Konzern strebt weiterhin Einsparungen von 3,5 bis 4,0 Milliarden Kronen bis zum Jahr 2026 an. Gleichzeitig revidierte das Unternehmen seinen Marktausblick für Nordamerika auf negativ – ein klares Signal, dass man in der Region kurzfristig keine Erholung erwartet.

Für Anleger bleibt die Lage bei Electrolux damit angespannt. Die Kombination aus strukturell schwacher Nachfrage, handelspolitischer Unsicherheit durch US-Zölle und einem tiefroten Quartalsergebnis dürfte die Aktie (Stockholmer Börse: ELUXb) weiter unter Druck setzen. Entscheidend wird sein, ob die Kostensenkungsmaßnahmen und die positiven Entwicklungen in anderen Regionen mittelfristig ausreichen, um den Nordamerika-Gegenwind abzufedern.

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