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Driven Brands Aktie bricht 20 Prozent nach Bilanzkorrektur ein

Der US-Automobildienstleister muss Jahresabschlüsse für 2023 und 2024 wegen wesentlicher Fehler neu aufstellen.

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Driven Brands Aktie bricht 20 Prozent nach Bilanzkorrektur ein

Die Aktie von Driven Brands Holdings (Nasdaq: DRVN) hat am Mittwoch einen Kurssturz von 20 Prozent erlitten. Auslöser war die Ankündigung des US-Automobildienstleisters, seine Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr 2025 zu verschieben und bereits veröffentlichte Abschlüsse für die Jahre 2023 und 2024 zu korrigieren.

Der Prüfungsausschuss des Unternehmens kam am 23. Februar zu dem Schluss, dass die Jahresabschlüsse für 2023 und 2024 sowie mehrere Quartalsberichte nicht mehr als verlässlich einzustufen sind. Auch die Berichte des unabhängigen Wirtschaftsprüfers zu diesen Finanzberichten verlieren damit ihre Gültigkeit. Eine vollständige Neudarstellung der betroffenen Abschlüsse ist erforderlich.

Vielschichtige Fehler in der Buchführung

Die identifizierten Fehler sind zahlreich und betreffen verschiedene Bilanzpositionen. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Problembereiche:

  • Leasinganpassungen bei Nutzungsrechten und Leasingverbindlichkeiten
  • Differenzen beim Abgleich von Cash-Konten, primär aus 2023 und davor, die zu überhöht ausgewiesenen Barmitteln und Umsätzen führten
  • Fehlklassifizierungen von Betriebsausgaben zwischen Kosten für unternehmenseigene Filialen und Materialaufwand
  • Fehler bei Rückstellungen für Ertragsteuern, Sachanlagen und Cloud-Computing-Vereinbarungen
  • Fälschlicherweise erfasste Umsätze im ATI-Geschäftsbereich, hauptsächlich für das Geschäftsjahr 2025

Driven Brands stellte darüber hinaus wesentliche Schwächen im internen Kontrollsystem über die Finanzberichterstattung fest. Das Unternehmen kam zu dem Schluss, dass die Kontroll- und Offenlegungsverfahren zum 27. Dezember 2025 nicht wirksam waren.

Fristerstreckung bei der SEC beantragt

Um die Aufarbeitung zu ermöglichen, plant Driven Brands die Einreichung eines Formulars 12b-25 bei der US-Börsenaufsicht SEC. Damit soll die Frist für den Jahresbericht des Geschäftsjahres 2025 um 15 Kalendertage verlängert werden. Ursprünglich war die Veröffentlichung der Ergebnisse für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 für den 25. Februar vor Börseneröffnung geplant gewesen, inklusive einer anschließenden Analystenkonferenz.

Das Unternehmen warnte zudem, dass die laufende Überprüfung der Abschlüsse und internen Kontrollen weitere wesentliche Fehler zutage fördern könnte. Driven Brands erklärte, Maßnahmen zur Behebung der festgestellten Schwächen einzuleiten. Für Anleger bleibt die Situation damit vorerst mit erheblicher Unsicherheit behaftet.

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