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DPM Metals: Mine Vareš läuft trotz Verfassungsgerichts-Urteil weiter

Das Verfassungsgericht von Bosnien und Herzegowina erklärt das Konzessionsabkommen der Mine Vareš für verfassungswidrig – der Betrieb läuft dennoch weiter.

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DPM Metals: Mine Vareš läuft trotz Verfassungsgerichts-Urteil weiter

Der kanadische Bergbaukonzern DPM Metals (TSX, ASX: DPM) hat mitgeteilt, dass sein Bergbaubetrieb in Vareš in Bosnien und Herzegowina weiterhin normal läuft. Zuvor hatte das Verfassungsgericht des Landes das Konzessionsabkommen der Mine sowie die damit verbundenen Landentscheidungen für verfassungswidrig erklärt. Die vollständige Entscheidung veröffentlichte das Gericht am 30. September.

Nach Angaben des Unternehmens führt die Entscheidung nicht zur Kündigung oder Aussetzung des Konzessionsabkommens oder seiner Anlagen. Allerdings ist das Urteil endgültig und kann nicht angefochten werden. Für DPM Metals bedeutet das zunächst rechtliche Unsicherheit, ohne dass der operative Betrieb davon unmittelbar betroffen wäre.

Das Gericht rief die zuständigen Behörden auf, die angefochtenen Maßnahmen innerhalb von sechs Monaten gemeinsam mit der Kanzlei des Generalstaatsanwalts zu überprüfen. Maßnahmen, die gegen das Gesetz des Landes zur Veräußerung von Staatseigentum verstoßen, sollen beiseite gelegt werden. Die Überprüfung wird klären, welche angefochtenen Maßnahmen in Einklang gebracht oder beiseite gelegt werden müssen. Dadurch bleibt das Ergebnis für die Landvereinbarungen der Mine vorerst ungeklärt.

Streit um die Zuständigkeit über Staatsforst

Im Zentrum des Streits steht die Frage, wer die Befugnis über staatliche Wälder und Waldflächen besitzt. Nach Darstellung von DPM Metals betrifft dieses Thema mehrere große konzessionsbasierte Investitionen im gesamten Land. Der Konzern argumentiert, den Behörden der Föderation, der Kantone und der Gemeinden habe die Befugnis gefehlt, die umstrittenen Vereinbarungen ohne Beteiligung von Bosnien und Herzegowina und dessen Generalstaatsanwaltschaft einzugehen.

Das Gericht stellte fest, dass das Konzessionsabkommen der Mine vom März 2013, sechs Anlagen sowie zugehörige Entscheidungen über die Umwandlung von Waldflächen und Grunddienstbarkeiten gegen verfassungsrechtliche Bestimmungen zur Rechtsstaatlichkeit und zur Einhaltung der staatlichen Gesetzgebung verstießen. DPM erklärte, es beabsichtige, während der Überprüfung konstruktiv mit den zuständigen Behörden zusammenzuarbeiten.

Mine Vareš: 600 Mitarbeiter und größter Exporteur der Region

DPM Metals erwarb die Silber-Blei-Gold- und Zinkmine in Vareš durch die Übernahme von Adriatic Metals im September 2025. Der Betrieb nahm am 10. August dieses Jahres die kommerzielle Produktion auf und fährt derzeit hoch, um seine volle jährliche Verarbeitungskapazität zu erreichen.

Laut DPM Metals beschäftigt Vareš mehr als 600 Mitarbeiter aus Bosnien und Herzegowina und ist der größte Exporteur im Kanton Zenica-Doboj. Für die lokale Wirtschaft ist der Standort damit von erheblicher Bedeutung – ein Aspekt, der bei der Bewertung der politischen und rechtlichen Risiken in der Region schwer wiegt.

Für Anleger bleibt die Lage vorerst ungewiss. Ob und in welchem Umfang die Landvereinbarungen der Mine angepasst werden müssen, hängt vom Ausgang der sechsmonatigen Überprüfung ab. Der Betrieb in Vareš läuft nach Unternehmensangaben bis auf Weiteres normal weiter.

Der Fall zeigt exemplarisch, wie eng Bergbauprojekte in Südosteuropa mit Fragen der staatlichen Zuständigkeit und Eigentumsordnung verknüpft sind. DPM Metals ist an der TSX und der ASX notiert; die Aktie wird damit an zwei wichtigen Rohstoffbörsen gehandelt. Beobachter dürften die kommenden Monate genau verfolgen, ob die Behörden die angefochtenen Entscheidungen anpassen oder aufheben – und welche Folgen das für den Standort Vareš hat.

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