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Dow Jones verliert 800 Punkte: Zölle und KI-Angst belasten

Doppelter Schock an der Wall Street: Neue Trump-Zölle und ein viraler KI-Bericht lösen massive Verkaufswellen aus.

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Dow Jones verliert 800 Punkte: Zölle und KI-Angst belasten

Die US-Aktienmärkte haben am Montag deutlich nachgegeben. Zwei Faktoren sorgten gleichzeitig für Panik unter Anlegern: erneute Zollturbulenzen unter Präsident Donald Trump sowie ein viel diskutierter Bericht über die Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf den Arbeitsmarkt.

Trump kündigte am Wochenende an, seinen globalen Zollsatz von 10% auf 15% anzuheben. Damit reagiert die Regierung auf ein Urteil des Supreme Court, der mehrere der bisherigen Zollmaßnahmen vergangene Woche für illegal erklärt hatte. Die neuen Abgaben sollen die gestrichenen Zölle ersetzen und treffen Handelspartner weltweit.

Der Dow Jones Industrial Average brach um 1,7% oder mehr als 800 Punkte ein. Besonders schwer belastet wurden Finanzwerte: American Express verlor 7,2%, Goldman Sachs und JPMorgan zogen den Leitindex ebenfalls nach unten. Der S&P 500 fiel um 1,0%, der technologielastige Nasdaq gab 1,1% nach.

KI-Bericht löst Ausverkauf bei Softwareaktien aus

Parallel zu den Zollsorgen kursierte ein Beitrag des Analysehauses Citrini Research auf der Plattform Substack. Der Bericht zeichnet ein düsteres Szenario, in dem künstliche Intelligenz einen Abwärtswettbewerb bei qualifizierter Wissensarbeit auslöst – also bei gut bezahlten Jobs in Bereichen wie Software, Finanzen oder Beratung. Anleger reagierten prompt und verkauften Technologiewerte.

AppLovin brach um 9,1% ein, Datadog verlor 11,3% und Intuit gab 5,5% nach. IBM war der größte Verlierer im gesamten S&P 500 – ebenfalls wegen Befürchtungen über KI-bedingte Disruption im Unternehmensgeschäft. Doordash, das im Citrini-Bericht namentlich erwähnt wurde, fiel um 6,6%.

Auch handelssensitive Konsumgüteraktien gerieten unter Druck. American Eagle Outfitters, Ralph Lauren und Yeti Holdings verzeichneten deutliche Kursverluste, da höhere Importzölle ihre Margen belasten dürften.

Anleihen profitieren von Flucht in sichere Häfen

Während Aktien verkauft wurden, floss Kapital in den Anleihenmarkt. US-Staatsanleihen legten zu, die Renditen sanken entsprechend – ein klassisches Zeichen für risikoaverses Verhalten der Investoren. Für deutsche Anleger mit US-Engagements bedeutet der heutige Tag: Sowohl politische Unsicherheit als auch strukturelle Technologieängste können die Märkte gleichzeitig unter Druck setzen.

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