Dow Jones steigt um 500 Punkte – Rohstoffmärkte bleiben volatil
Starke US-Produktionsdaten treiben Aktienindizes nach oben, während Silber massiv einbricht

Der Dow Jones Industrial Average kletterte am Montag um 515 Punkte oder 1,1 Prozent auf 49.407,66 Zähler. Damit liegt der US-Leitindex nur noch knapp 200 Punkte unter seinem Rekordhoch vom Januar. Angeführt wurde die Rallye von Apple und Caterpillar, nachdem robuste Produktionsdaten die Stärke der US-Wirtschaft zu Jahresbeginn unterstrichen.
Der S&P 500 legte um 0,5 Prozent zu und näherte sich seinem Allzeithoch bis auf 0,1 Prozent. Der technologielastige Nasdaq Composite gewann 0,6 Prozent. Eine Umfrage des Institute for Supply Management zeigte, dass die US-Fabrikaktivität so schnell wächst wie seit August 2022 nicht mehr.
Anleiherenditen ziehen an
Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen stieg auf 4,276 Prozent, nach 4,240 Prozent am Freitag. Höhere Renditen signalisieren typischerweise, dass Investoren mit stärkerem Wirtschaftswachstum rechnen. Die steigenden Kreditkosten könnten jedoch mittelfristig auf die Unternehmensgewinne drücken.
Industriewerte entwickelten sich überdurchschnittlich stark. Caterpillar sprang um 5,1 Prozent nach oben, GE Vernova legte 3,9 Prozent zu. Die positiven Produktionsdaten stützen die Hoffnung auf eine robuste Konjunkturentwicklung trotz der Unsicherheiten durch die Handelspolitik.
Dramatischer Einbruch bei Silber
An den Rohstoffmärkten setzte sich die extreme Volatilität fort. Silber-Futures schwankten in einer Spanne von mehr als 20 Prozentpunkten und schlossen den Tag niedriger ab. Über die letzten beiden Handelstage summiert sich der Verlust des Edelmetalls auf dramatische 33 Prozent. Die monatelange Rally, die teilweise von Privatanlegern befeuert wurde, hat Ende vergangener Woche eine abrupte Kehrtwende vollzogen.
Gold-Futures gaben um 1,9 Prozent nach, notieren im laufenden Jahr aber immer noch 6,9 Prozent im Plus. Der Ausverkauf bei Edelmetallen belastete auch Bergbauaktien und weitete sich auf andere risikoreiche Anlageklassen aus.
Bitcoin erholt sich leicht
Bitcoin schloss mit einem Plus von 1,2 Prozent, nachdem die Kryptowährung am Wochenende stark unter Druck geraten war. Im Wochenendhandel hatte der digitale Vermögenswert sein niedrigstes Intraday-Niveau seit April des Vorjahres erreicht, als Präsident Trumps Zollankündigungen zum "Liberation Day" die Märkte erschütterten. Seit Jahresbeginn liegt Bitcoin 11 Prozent im Minus, gegenüber dem Freitags-Schlusskurs beträgt das Minus 7 Prozent.
Die breite Verschiebung der Anleger weg von Technologieaktien und anderen riskanten Vermögenswerten belastet weiterhin digitale Währungen. Investoren setzen verstärkt auf traditionelle Industriewerte und defensive Positionen.
