Dow Jones erlebt schlechteste Woche seit fast einem Jahr
Ölpreisschock durch Iran-Krieg und schwache US-Jobdaten belasten die Wall Street massiv.

Der Dow Jones Industrial Average hat in dieser Handelswoche seinen schwersten Einbruch seit fast zwölf Monaten erlitten. Mit einem Wochenverlust von mehr als drei Prozent markiert der US-Leitindex die schlechteste Performance seit April des Vorjahres – als Präsident Donald Trump weltweite Strafzölle ankündigte und die Märkte in Aufruhr versetzte. Allein am Freitag gab der Index um weitere 0,9 Prozent nach.
Gleich zwei Faktoren belasten die Stimmung an der Wall Street erheblich. Zum einen enttäuschten die neuesten US-Arbeitsmarktdaten: Im Februar gingen mehr als 90.000 Stellen verloren – ein deutliches Warnsignal für die Konjunktur. Zum anderen treibt der eskalierte Iran-Krieg den Ölpreis auf über 90 Dollar je Barrel, was Inflationsängste neu entfacht.
Breite Verluste: Auch S&P 500 und Nasdaq unter Druck
Der S&P 500, der die 500 größten börsennotierten US-Unternehmen abbildet, schloss die Woche mit einem Minus von zwei Prozent. Damit sind sämtliche Jahresgewinne 2026 wieder aufgezehrt. Der technologielastige Nasdaq verlor seit Ausbruch des Iran-Konflikts 1,2 Prozent.
Besonders die Blockade der Straße von Hormus versetzt Investoren in Alarmbereitschaft. Bereits in der ersten Kriegswoche schoss der Ölpreis um 35 Prozent in die Höhe – ein wöchentlicher Anstieg in dieser Größenordnung war zuletzt 1983 zu beobachten. Sollte die strategisch bedeutsame Meerenge weiterhin für Öltanker gesperrt bleiben, halten Analysten ein Überschreiten der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar pro Barrel für möglich.
Für Privatanleger bedeutet das Umfeld erhöhte Vorsicht: Energieaktien könnten kurzfristig profitieren, während konjunktursensible Branchen wie Industrie und Konsum unter dem Doppeldruck aus steigenden Energiekosten und schwächerem Arbeitsmarkt leiden dürften.
