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DKB hebt Festgeldzinsen an

Wettbewerb um Spareinlagen: Die DKB lockt mit 3,5% Zinsen für einjährige Laufzeit und reagiert auf den Markt

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DKB hebt Festgeldzinsen an

Die DKB, Deutschlands zweitgrößte Onlinebank, hat zum Jahresbeginn 2024 ein neues Angebot für ihre Kundinnen und Kunden angekündigt. Ab sofort können Anleger von der neuen attraktiven Zinsofferte profitieren, die auf Festgeld mit einer Laufzeit von einem Jahr ausgerichtet ist. Die Bank lockt mit großzügigen 3,5 Prozent Zinsen für diese Art von Einlage.

Dieses Angebot steht sowohl für Bestandskunden als auch für Neukunden zur Verfügung, wie Maren Heiß, die Bereichsleiterin der DKB, bestätigt. Die Spanne für Anlagebeträge erstreckt sich von 2.500 Euro bis hin zu maximal 500.000 Euro. Damit können sowohl Kleinanleger als auch größere Kapitalanleger von den erhöhten Zinsen profitieren.

Vor diesem Schritt bot die DKB für einjähriges Festgeld lediglich 2,5 Prozent Zinsen, was im Vergleich zu anderen Angeboten weniger attraktiv war. Mit dieser neuen Offerte versucht die DKB, sich in einem wettbewerbsintensiven Markt zu behaupten. Mit etwa 5,4 Millionen Kunden ist die DKB die zweitgrößte deutsche Onlinebank und steht der ING Deutschland mit mehr als neun Millionen Nutzern nur knapp hinterher.

Die gestiegenen Zinsen für Festgeld und Tagesgeld im vergangenen Jahr haben viele Anleger angelockt. Allerdings scheint sich nun ein Wendepunkt abzuzeichnen, da die Zinssätze für Tagesgeld stagnieren und die Festgeldzinsen leicht gesunken sind. Oliver Maier, der Geschäftsführer von Verivox, weist darauf hin, dass dies auf den sinkenden Druck auf die Währungshüter zurückzuführen ist, die Leitzinsen im ersten Halbjahr 2024 zu senken.

Im Vergleich zur ING, die bis Dezember 2023 noch 3,75 Prozent für einjährige Sparbriefe zahlte, bietet die DKB mit ihren 3,5 Prozent leicht bessere Konditionen. Dennoch liegen sie über dem Durchschnitt der bundesweit tätigen Banken, der laut Verivox zuletzt bei 3,3 Prozent lag. Es gibt jedoch auch ausländische Banken, die noch höhere Zinssätze für Festgeld anbieten, wie die französische Credit Agricole und die tschechische J&T Direktbank mit jeweils 4,2 Prozent Zinsen für zwölf Monate.

Experten gehen davon aus, dass aufgrund der aktuellen Zinssituation immer mehr Kunden Geld von Tagesgeld auf Festgeld umschichten werden. Dieser Trend zeichnete sich bereits in den ersten neun Monaten des Vorjahres ab, als private Haushalte netto 137 Milliarden Euro in Festgeldanlagen investierten. Im Vergleich dazu flossen aus Sichteinlagen, die auf Giro- und Tagesgeldkonten liegen, 113 Milliarden Euro ab, da Girokonten in der Regel keine Zinsen bieten und die Inflation die Ausgaben erhöht hat.

Die Bedeutung von Einlagen für Banken hat sich seit der Zinswende der Europäischen Zentralbank im Sommer 2022 erheblich erhöht. Die EZB zahlt den Banken derzeit vier Prozent Zinsen, wenn sie Gelder über Nacht bei ihr parken. Dies führt zu hohen Gewinnen für die Banken, da sie nur einen geringen Teil dieser Zinsen an ihre Kunden weitergeben. Zugleich ist die Mittelaufnahme über den Kapitalmarkt teurer geworden, weshalb Einlagen für die Refinanzierung der Banken wichtiger sind. Vor diesem Hintergrund legen Vorstände und Finanzaufseher großen Wert auf gut gefüllte Liquiditätspolster, insbesondere seit der Bankenkrise in den USA im Frühjahr 2023.

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