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Dividenden-ETF liefert zweistellige Renditen – Anleger bemerken es kaum

Der Schwab U. S. Dividend Equity ETF erzielte im vergangenen Jahr 26% Rendite – ohne Dividenden – und positioniert sich als Gegenpol zum KI-Handel.

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Dividenden-ETF liefert zweistellige Renditen – Anleger bemerken es kaum

Die Schwärmerei der Wall Street für künstliche Intelligenz (KI) hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass viele Nicht-Tech-Aktien ins Hintertreffen gerieten. Inzwischen fließt das Kapital jedoch wieder vermehrt in andere Marktsegmente zurück. Besonders deutlich zeigt sich diese Verschiebung am TheSchwab U. S. Dividend Equity ETF (SCHD), einem beliebten dividendenorientierten Exchange-Traded Fund, der im vergangenen Jahr eine Rendite von 26% erzielte – ohne Berücksichtigung der ausgeschütteten Dividenden.

Viele renommierte Dividendenwerte stammen aus Sektoren außerhalb der Technologiebranche. Rund drei Jahre lang waren Aktien mit KI-Bezug scheinbar der einzige relevante Anlagegedanke an der Börse. Infolgedessen blieben Titel in anderen Sektoren zurück. Doch nichts hält für immer. Irgendwann musste das Kapital zwangsläufig aus überlaufenen KI- und Tech-Aktien abfließen und in Titel fließen, die von Anlegern weitgehend ignoriert wurden.

Ein ETF als Gegenpol zum KI-Handel

Der Schwab U. S. Dividend Equity ETF folgt dem Dow Jones U. S. Dividend 100 Index, einem Korb aus etablierten US-Unternehmen mit einer Historie der Ausschüttung und oft auch der Erhöhung von Dividenden. Technologieaktien machen weniger als 10% des Fonds aus. Stattdessen ist er stärker gewichtet in Sektoren wie Verbrauchergrundstoffen, die einen Anteil von 20,4% ausmachen. Mit anderen Worten fungiert der ETF im Wesentlichen als Gegenpol zum KI-Handel.

Der Autor der Analyse prognostiziert nicht das Ende des KI-Booms. Dennoch geht er davon aus, dass das Kapital mittelfristig dorthin fließen wird, wo Anleger Wert erkennen. Für deutsche Privatanleger, die bislang stark auf Technologiewerte gesetzt haben, liefert diese Entwicklung einen Hinweis auf die Bedeutung einer breiteren Streuung über Sektoren hinweg.

Bewertung und Ausschüttungen im Blick

Es besteht nach wie vor eine plausible Chance, dass der Schwab U. S. Dividend Equity ETF auch in den kommenden Monaten und darüber hinaus gut performen wird. Die Holdings des ETFs handeln zu einem gewichteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von unter 20. Dies stellt eine faire Bewertung für viele prominente Dividendenwerte in diesem ETF dar, darunter hochgeschätzte Blue-Chip-Titel wie Texas Instruments, Procter & Gamble, Coca-Cola, Chevron und andere.

Darüber hinaus erzielt der ETF eine solide Dividendenrendite von 3,2%, und Schwab hat die Ausschüttung des Fonds seit seiner Einführung Ende 2011 um mehr als 550% erhöht. Die Kostenquote beträgt lediglich 0,06%, was im Vergleich zu anderen Fonds sehr niedrig ist. Allein diese drei Kennzahlen – Rendite, Ausschüttungswachstum und niedrige Kosten – machen den Fonds für einkommensorientierte Anleger interessant.

Schließlich bleibt der ETF aufgrund seiner hohen Rendite und der geringen Technologiekonzentration eine exzellente Ergänzung für die meisten Portfolios. Selbst der S&P 500, auf den sich die meisten Anleger bei der Betrachtung des breiten US-Aktienmarkts beziehen, ist zu etwa 37% in Tech-Aktien konzentriert. Wer also bislang nur über einen S&P-500-ETF investiert war, trägt ein erhebliches Klumpenrisiko in einem einzigen Sektor.

Fazit für Anleger

Rechnet man all dies zusammen, könnte der Kauf einiger Anteile am Schwab U. S. Dividend Equity ETF eine kluge Portfolioentscheidung sein – unabhängig davon, wie sich der KI-Handel weiterentwickeln mag. Der Fonds kombiniert eine faire Bewertung, eine überdurchschnittliche Dividendenrendite und extrem niedrige Kosten.

Für deutsche Anleger lohnt sich dennoch ein genauer Blick auf steuerliche Aspekte und die Währungskomponente, die bei US-ETFs stets zu beachten ist. Die Kernaussage bleibt jedoch: Während die breite Masse weiterhin auf KI-Aktien schaut, liefern dividendenorientierte Strategien diskret zweistellige Renditen – und werden dabei oft übersehen.

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