DGE empfiehlt den Deutschen 50 Teelöffel Zucker pro Tag
Neue Ernährungsempfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung begeistern vor allem die Grünen

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat unlängst neue Empfehlungen an die Bundesregierung geschickt. Doch was gesund sein soll, halten viele Mediziner für gefährlich – sie üben massive Kritik.
Unter anderem schreibt die DGE zu den Empfehlungen auf ihrer Homepage. „Wer sich überwiegend von Obst und Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchten sowie Nüssen und pflanzlichen Ölen ernährt, schützt nicht nur seine Gesundheit, sondern schont dabei die Ressourcen der Erde.“
Damit ist der sogenannte „Klimaschutz“, durch den in der Vergangenheit die westliche Wirtschaft – insbesondere in Deutschland – schweren Schaden erlitten hat, auch beim Menschen und seiner Gesundheit angekommen.
So rät die DGE zu höchstens 300 Gramm Fleisch und Wurst pro Woche (bisher: 600), 300 Gramm Getreide am Tag, ein- bis zweimal Fisch pro Woche – und nur einem Ei wöchentlich.
Wie die „Bild“ berichtet, prüft Bundesagrarminister Cem Özdemit (Grüne) derzeit, welche Auswirkungen die Empfehlungen haben könnten. Es sei dann Aufgabe der Politik zu entscheiden, „wie die wissenschaftlichen Ergebnisse für die Gesellschaft nutzbar gemacht werden können“, so ein Ministeriumssprecher gegenüber dem Boulevard-Blatt.
Die Deutsche Akademie für Präventivmedizin sieht hingegen eine Gefahr durch die neuen Empfehlungen. „Für über 30 Millionen Menschen sind diese Empfehlungen gesundheitsgefährdend, weil schon Vorerkrankungen vorliegen“, so Vizepräsident Dr. Johannes Scholl zur „Bild“. Und weiter: „Betroffen sind alle, die übergewichtig sind, auf Diabetes zusteuern oder schon daran erkrankt sind.“
Etwa die empfohlene, tägliche Getreidemenge hätte es in sich, warnt Scholl: „Die Menschen müssen wissen, dass 300 Gramm Getreideprodukte pro Tag genauso wirken wie ca. 45-50 Teelöffel Zucker.“ Das liege daran, dass die Stärke im Getreide nichts anderes sei als eine Kette von Traubenzucker.
