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Deutschlandticket ist endlich da

Für 49 Euro im Monat bundesweit im ÖPNV unterwegs – was es bietet und wer davon profitiert

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Deutschlandticket ist endlich da

Seit gestern, 1. Mai 2023, ist das Deutschlandticket für den Nahverkehr endlich verfügbar. Das bundesweit gültige Ticket kostet 49 Euro und gilt in allen Bussen und Bahnen des Nah- und Regionalverkehrs, ausgenommen sind lediglich ICE-, IC- und EC-Züge sowie private Reisebusse und Fahrten mit Flixbus. Das Ticket wird von fast allen regionalen Verkehrsunternehmen und der Deutschen Bahn verkauft. Es kann per Chipkarte oder Handyticket vorgezeigt werden und ist als Abo gedacht, kann jedoch monatlich gekündigt werden.

Das Deutschlandticket gilt immer für den aktuellen Kalendermonat. Wer es erst am 15. Mai erwirbt, muss für den Zeitraum bis zum 31. Mai den vollen Preis zahlen. Es gibt auch eine Jobticket-Option, bei der der Arbeitgeber mindestens 25 Prozent des Ticketpreises zahlt und der Verbraucher dadurch maximal 34,30 Euro im Monat zahlt. Einige Bundesländer bieten das Ticket für bestimmte Personengruppen günstiger an, etwa für Studierende, Auszubildende, Senioren oder Empfänger von Bürgergeld, Wohngeld und Sozialhilfe.

Es wird erwartet, dass das Deutschlandticket spürbar mehr Fahrgäste auf bestimmten Strecken bringen wird. Die Verkehrsunternehmen sind jedoch zuversichtlich, dass sie dem Ansturm gewachsen sind und es zu keinen akuten Engpässen kommt. Die Deutsche Bahn prognostiziert 17 Millionen Deutschlandticket-Kunden. Ob das Ticket jedoch tatsächlich so erfolgreich wird, wie von vielen erhofft, bleibt abzuwarten. Eine Yougov-Umfrage hat gezeigt, dass 66 Prozent der Befragten das Ticket für Fahrten in der Freizeit nutzen möchten, 54 Prozent wollen damit zur Arbeit, zur Uni oder zur Schule fahren.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob das Deutschlandticket wirklich so viele Fahrgäste anziehen wird, wie erhofft, und ob es das Verkehrssystem tatsächlich revolutionieren kann. Kritiker befürchten beispielsweise, dass das Ticket zu Engpässen in bestimmten Regionen führen könnte. Auch die kleineren privaten Verkehrsunternehmen sind unsicher, ob sie von dem Ticket profitieren werden oder ob ihnen Ticketeinnahmen verloren gehen werden. Wie auch immer es sich entwickelt, das Deutschlandticket ist ein erster Schritt in Richtung der Digitalisierung des öffentlichen Personennahverkehrs und kann für viele Pendlerinnen und Pendler eine erhebliche Ersparnis bedeuten.

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