Deutsche Post erhöht Dividende trotz erwartetem Gewinnrückgang
Dividendenanhebung trotz Gewinnrückgang: Deutsche Post plant Aktienrückkaufprogramm

Die Deutsche Post AG plant, die Dividende für das Geschäftsjahr 2022 zu erhöhen. Die Aktionäre können sich auf eine Ausschüttung von 1,85 Euro je Aktie freuen, im Vergleich zu 1,80 Euro im Vorjahr. Zudem soll das Aktienrückkaufprogramm um eine Milliarde Euro ausgeweitet werden. Diese Nachrichten sind Teil der Quartalszahlen, die der Logistikkonzern veröffentlicht hat. Im Schlussquartal des vergangenen Jahres ist das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 13 Prozent auf 1,922 Milliarden Euro gesunken. Nach Steuern und Dritten war der Gewinn ebenfalls rückläufig und sank auf 1,335 Milliarden Euro von 1,484 Milliarden. Der Umsatz hingegen stieg um 1,7 Prozent auf 23,776 Milliarden Euro.
Die Deutsche Post AG erwartet für das laufende Jahr einen Rückgang des operativen Gewinns vor Zinsen und Steuern auf 6,0 bis 7,0 Milliarden Euro. Im Vorjahr betrug der EBIT noch 8,44 Milliarden Euro. Wie stark der Rückgang ausfällt, hängt von drei möglichen Szenarien im Zusammenhang mit der Erholung der Weltwirtschaft ab, so der DAX-Konzern. Für das Jahr 2025 peilt die Deutsche Post AG jedoch ein EBIT von mehr als 8,0 Milliarden Euro an, ohne sich zunächst zu den Erwartungen für 2024 zu äußern.
An der Börse reagierten Anleger zunächst negativ auf die Quartalszahlen. Die Post-Aktie verlor zeitweise 1,54 Prozent und wurde bei 40,19 Euro gehandelt. Dennoch ist die Deutsche Post AG optimistisch, dass sie ihre ehrgeizigen Ziele erreichen kann. So plant das Unternehmen, bis 2050 klimaneutral zu werden und investiert deshalb in alternative Antriebe und klimaneutrale Zustellungsverfahren. Auch die Einführung neuer Technologien wie Drohnen und autonome Fahrzeuge soll dabei helfen, die Effizienz im Paket- und Briefgeschäft zu steigern.
