Deutsche Pfandbriefbank verzeichnet Gewinnrückgang und bleibt vorsichtig
Trotz Risikovorsorge und sinkendem Neugeschäft hofft der Vorstand auf Marktstabilisierung

Die Deutsche Pfandbriefbank (pbb) musste nach den ersten drei Quartalen des Jahres einen Rückgang des Gewinns vor Steuern verzeichnen. Insgesamt belief sich das Vorsteuerergebnis auf 87 Millionen Euro, während es im Vorjahr 91 Millionen Euro gewesen waren. Der Immobilienfinanzierer teilte dies am Mittwoch aus seiner Zentrale in Garching bei München mit. Die Bank sieht das Jahresziel jedoch noch als erreichbar an und rechnet bis zum Ende des Jahres mit einem Vorsteuergewinn, der die 90 Millionen Euro aus dem Vorjahr „deutlich“ übersteigen soll.
Ein wesentlicher Grund für den Rückgang war die angepasste Risikovorsorge, die in den ersten drei Quartalen des Jahres 140 Millionen Euro betrug. Im Vergleich dazu lag die Risikovorsorge im Vorjahreszeitraum bei 104 Millionen Euro. Im dritten Quartal betrug die Risikovorsorge 38 Millionen Euro und war damit deutlich niedriger als im Vorjahr, als sie bei 83 Millionen Euro gelegen hatte.
Vorstandschef Kay Wolf zeigte sich optimistisch und äußerte die Hoffnung auf eine Trendwende im Marktumfeld. Er erklärte, dass sich die Investitionsvolumina auf einem niedrigen Niveau stabilisieren würden und dass die Immobilienrenditen möglicherweise ihren Wendepunkt erreicht hätten. Allerdings sei dies noch keine nachhaltige Wende, sondern vielmehr eine Bodenbildung, die jedoch bereits von positiver Geschäftstätigkeit begleitet werde.
Die Deutsche Pfandbriefbank zeigte sich beim Neugeschäft sehr zurückhaltend. Das Neugeschäftsvolumen belief sich in den ersten neun Monaten auf 2,5 Milliarden Euro, was deutlich unter den 4,2 Milliarden Euro des Vorjahres lag. Jedoch konnte die Bank eine Marge von 240 Basispunkten erzielen, was über den 200 Basispunkten des Vorjahres liegt und somit eine höhere Profitabilität widerspiegelt. Für das Gesamtjahr rechnet die pbb nun mit einem Neugeschäftsvolumen von 5,5 Milliarden Euro, was eine halbe Milliarde unter dem ursprünglich geplanten Wert liegt. Vorstandschef Wolf erklärte, dass die fehlenden drei Milliarden Euro durch eine starke Pipeline im vierten Quartal erreichbar seien.
Die optimistische Einschätzung von Kay Wolf wirkte sich positiv auf die Börsen aus. Die Aktie der pbb stieg am Mittwoch um 7,9 Prozent und erreichte einen Kurs von 5,35 Euro.
