ANZEIGE

Deutsche Exporte in die GUS-Staaten erleben einen Aufschwung

Kasachstan führt, während Russland weiterhin schwächelt - Sanktionen und Umgehungsmöglichkeiten

2 Min
Deutsche Exporte in die GUS-Staaten erleben einen Aufschwung

Die deutschen Exporte in die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) haben im Jahr 2023 signifikant zugenommen, wie aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes hervorgeht. Trotz des rückläufigen Handels mit Russland seit dem Beginn des Ukraine-Konflikts verzeichneten die Exporte in die GUS-Staaten ohne Russland bemerkenswerte Zuwächse. Die GUS umfasst ehemalige Sowjet-Republiken, und die Ausfuhren in die angrenzenden Staaten Russlands stiegen von Januar bis Oktober um beeindruckende 30,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was einem Gesamtvolumen von 7,3 Milliarden Euro entspricht.

Besonders hervorzuheben ist Kasachstan, das als einstige Sowjetrepublik und nun Teil der GUS den Spitzenplatz als Importeur deutscher Waren einnimmt. Die deutschen Exporte nach Kasachstan stiegen um 32,0 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro, obwohl es sich im internationalen Vergleich nur auf dem 51. Platz befindet. Belarus verzeichnete einen bemerkenswerten Anstieg von 40,8 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro in den ersten zehn Monaten des Jahres, während die Exporte nach Kirgisistan sogar um 180,1 Prozent auf 591 Millionen Euro anstiegen. Im Gegensatz dazu fielen die Exporte nach Usbekistan um 4,2 Prozent auf 846 Millionen Euro.

In Bezug auf die exportierten Warengruppen dominierten Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugteile die Liste der Produkte, die in die GUS-Staaten geliefert wurden, wobei ein Anstieg von 65,0 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro verzeichnet wurde. Ebenso waren Maschinen gefragt, mit einem Zuwachs von 38,7 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro, gefolgt von chemischen Erzeugnissen mit einem Anstieg von 20,9 Prozent auf 640 Millionen Euro.

Im Gegensatz dazu verblieben die Exporte nach Russland weiterhin auf niedrigem Niveau, da sie von Januar bis Oktober um 39,1 Prozent auf 7,6 Milliarden Euro sanken. Russland belegte damit den 32. Platz unter den wichtigsten Empfängerstaaten deutscher Waren, verglichen mit Platz 22 im Vorjahr. Besonders stark rückläufig waren die Exporte von Maschinen, pharmazeutischen Erzeugnissen sowie Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugteilen.

Es gibt jedoch Berichte über den Verdacht, dass einige Waren, die in die GUS geliefert werden, trotz westlicher Sanktionen auf Umwegen wieder nach Russland gelangen. Dies wirft Fragen über die Wirksamkeit der Sanktionen und die Rolle von Drittländern wie der Türkei als Vermittler im Handel mit Russland auf. Die deutsche Exportwirtschaft bleibt weiterhin von konjunkturellen Herausforderungen betroffen, und die Exporte sind im Oktober erneut gesunken. Dies stellt die Notwendigkeit finanzieller Entlastungen für die Industrie in Deutschland in den Vordergrund, um die Exportleistung des Landes aufrechtzuerhalten.

ExportRusslandStatistisches Bundesamt

Meistgelesene News

  1. Chevron und Halliburton: Öldeal mit Venezuela treibt Aktienkurse an
  2. Tesla am Scheideweg: Rekordumsatz trifft auf milliardenschwere KI-Ambitionen
  3. Teslas 25-Milliarden-Wette: Vom Autobauer zum KI-Roboter-Konzern
  4. Tesla-Robotaxi-Strategie und BYD-Expansion prägen das globale EV-Duell
  5. Führungswechsel bei Volksbank Brawo und L3Harris erschüttern Märkte

Disclaimer