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Deutsche Bank verliert an Systemrelevanz

FSB reduziert Kapitalpuffer, während US- und China-Banken aufsteigen

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Deutsche Bank verliert an Systemrelevanz

Die Deutsche Bank wird ab dem Jahr 2027 einen geringeren zusätzlichen Kapitalpuffer vorhalten müssen. Der Finanzstabilitätsrat hatte in Basel mitgeteilt, dass das Institut künftig nur noch der niedrigsten von fünf Kategorien der weltweit systemrelevantesten Banken zugeordnet wird. Die bisherige Einstufung hatte einen Aufschlag von 1,5 Prozent vorgesehen, der nun auf einen Prozentpunkt reduziert wird. Diese Entscheidung bedeutet für das größte deutsche Geldhaus mehr Flexibilität beim Einsatz des verfügbaren Kapitals, da die regulatorischen Anforderungen an die Verlusttragfähigkeit sinken.

Gleichzeitig verschiebt sich die Rangordnung innerhalb der international bedeutenden Institute. Die Bank of America und die Industrial and Commercial Bank of China wurden jeweils um eine Kategorie heraufgestuft. Beide Banken müssen künftig einen Puffer von zwei Prozent einhalten, nachdem zuvor ein Satz von 1,5 Prozent gegolten hatte. Die Liste der vom Finanzstabilitätsrat erfassten Institute umfasst weiterhin 29 Banken weltweit. Deren Auswahl basiert auf mehreren Kriterien, darunter Größe, Risikoprofil und die Bedeutung im globalen Finanzsystem. Die Vernetzung der Häuser und deren potenzielle Folgen für die internationale Finanzstabilität spielen bei der Bewertung ebenfalls eine maßgebliche Rolle.

JPMorgan bleibt unterdessen die weltweit systemrelevanteste Bank. Sie ist weiterhin als einziges Institut in der zweithöchsten Kategorie eingeordnet. Die höchste Stufe, in der ein zusätzlicher Kapitalpuffer von 3,5 Prozent notwendig wäre, blieb unverändert unbesetzt. Die schweizerische UBS befindet sich weiterhin in der Kategorie, die einen Aufschlag von 1,5 Prozent erfordert. Insgesamt zeigt die aktualisierte Einordnung des Finanzstabilitätsrats eine konstante Zusammensetzung der Liste, während die Gewichtung einzelner Häuser aufgrund veränderter Risikoeinschätzungen angepasst wurde.

Der Finanzstabilitätsrat arbeitet im Auftrag der G20-Staaten und überwacht die Gefahren für die globale Finanzarchitektur. Neben der puren Bilanzsumme berücksichtigt er in seiner Analyse, welche Risiken in den Geschäftsmodellen der Institute liegen und wie stark sie mit anderen Akteuren vernetzt sind. Aus diesen Faktoren leiten sich Mindestanforderungen für zusätzliche Kapitalpuffer ab. Nationale Aufsichtsbehörden haben dabei die Möglichkeit, strengere Vorgaben zu machen, wenn sie dies für notwendig halten. Die aktuelle Neubewertung verdeutlicht, wie dynamisch die Einschätzung systemischer Risiken unter veränderten Marktbedingungen ausfallen kann.

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