Deutsche Bank meldet Rekordgewinn im vierten Quartal 2025
Nettogewinn von 1,3 Milliarden Euro übertrifft Analystenerwartungen deutlich

Die Deutsche Bank hat am Donnerstag einen Rekordgewinn für das vierte Quartal 2025 bekanntgegeben. Mit einem Nettogewinn von 1,3 Milliarden Euro übertraf Deutschlands größtes Kreditinstitut die Analystenschätzungen von 1,12 Milliarden Euro deutlich. Der Konzernumsatz belief sich im Berichtszeitraum auf 7,73 Milliarden Euro und entsprach damit nahezu exakt den Erwartungen von 7,72 Milliarden Euro.
Die harte Kernkapitalquote (CET1) lag bei 14,2 Prozent und damit leicht unter dem Vorquartalswert von 14,5 Prozent, aber über dem Vorjahreswert von 13,8 Prozent. Diese Kennzahl gibt Aufschluss über die Solidität und Widerstandsfähigkeit der Bank in Krisenzeiten. Die Kreditrisikovorsorge sank auf 395 Millionen Euro und unterschritt sowohl die Analystenschätzungen als auch den Vorquartalswert.
Starkes Zins- und Währungsgeschäft
Finanzvorstand James Von Moltke bezeichnete die Ergebnisse als Zeichen für "fantastische Rekordjahre" im Zins- und Währungsgeschäft sowie bei der Vermögensverwaltungstochter DWS. Auch das Private Banking verzeichnete Wachstum. Schwächer entwickelten sich hingegen die Unternehmensaktivitäten sowie das Investmentbanking und die Kapitalmärkte.
Gegenüber CNBC äußerte sich Von Moltke optimistisch für das Jahr 2026. Alle vier Geschäftsbereiche seien "sowohl intrinsisch als auch in diesem Umfeld sehr gut positioniert". Besonders positiv bewertete er die wachsende IPO-Pipeline, räumte jedoch ein, dass Spekulationen über mögliche Marktkorrekturen schwierig seien.
Profiteur der deutschen Fiskalexpansion
Der Finanzvorstand zeigte sich zuversichtlich, dass deutsche Haushalte von der fiskalischen Expansion des Landes profitieren werden. Das Corporate-Banking-Geschäft der Deutschen Bank sei bestens aufgestellt, um von der erwarteten Investitionswelle zu profitieren.
Die Quartalszahlen wurden einen Tag nach Bekanntwerden von Ermittlungen wegen mutmaßlicher Geldwäsche veröffentlicht. Bundesstaatsanwälte hatten Büros in Frankfurt und Berlin durchsucht. Von Moltke bestätigte die Kooperation mit den Ermittlern und verwies auf Transaktionen aus den Jahren 2013 und 2018, ohne Details zu nennen.
