Deutsche Bank legt höhere Renditeziele für 2028 fest
Institut plant steigende Erträge und mehr Ausschüttungen an Aktionäre bei stabiler Kapitalquote

Die Deutsche Bank hat auf ihrem Investorentag in London ihre strategischen Pläne bis 2028 konkretisiert und dabei deutlich höhere Renditeziele formuliert. Vorstandschef Christian Sewing erklärte, das Institut habe alle notwendigen Stellschrauben, um die Eigenkapitalrendite nach Steuern innerhalb der kommenden drei Jahre auf mehr als 13 Prozent zu steigern. Das Management will damit die bestehende Profitabilitätslücke zu führenden europäischen Wettbewerbern schließen und die Position der Bank im kontinentaleuropäischen Finanzsektor stärken.
Die Bank kündigte zudem eine deutliche Ausweitung der Ausschüttungen an ihre Anteilseigner an. Bereits ab dem kommenden Jahr sollen 60 Prozent der Nettogewinne über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre fließen. Darüber hinaus hält das Institut sogar noch höhere Ausschüttungsquoten für möglich. Voraussetzung dafür ist eine harte Kernkapitalquote von dauerhaft über 14 Prozent. Sollte dieses Niveau erreicht werden, will die Bank zusätzliche Mittel entweder für Sondere Ausschüttungen oder für Investitionen in Wachstumsbereiche nutzen.
Um die ambitionierten Renditeziele zu erreichen, plant die Bank ein spürbares Ertragswachstum. Die Gesamterträge sollen von geschätzten 32 Milliarden Euro im laufenden Jahr auf 37 Milliarden Euro im Jahr 2028 steigen. Einen erheblichen Anteil daran soll das Geschäft in Deutschland leisten. Zwei der zusätzlichen fünf Milliarden Euro an Erträgen will das Institut im Heimatmarkt generieren. Damit unterstreicht die Bank ihre strategische Absicht, die starke Position im Inland zu nutzen, um profitablere Segmente auszubauen und zusätzliche Marktanteile zu gewinnen.
Im Mittelpunkt der Maßnahmen steht die Fokussierung auf besonders ertragreiche Geschäftsbereiche. Die Bank sieht hierin einen zentralen Hebel, um die operative Leistungsfähigkeit zu steigern und die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Zugleich soll die schlankere und stärker fokussierte Geschäftsstruktur dazu beitragen, ein stabileres und berechenbareres Ertragsniveau zu erreichen.
Mit diesen Schritten stellt die Deutsche Bank die Weichen für eine Phase höheren Wachstums und einer verbesserten Kapitalbindung. Die geplanten Maßnahmen sollen sowohl die Ertragskraft des Instituts erhöhen als auch den finanziellen Spielraum für künftige Investitionen erweitern. Für die Anteilseigner eröffnen sich damit Perspektiven auf kontinuierlich steigende Ausschüttungen, sofern die Bank ihre Zielmarken erreicht und die regulatorischen Anforderungen erfüllt.
