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Deutsche Bank kündigt höhere Ausschüttungen an

Sewing wirbt um Vertrauen und verweist auf offene Baustellen im Konzern

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 Deutsche Bank kündigt höhere Ausschüttungen an

Die Deutsche Bank hat auf ihrer virtuellen Hauptversammlung ihren Aktionären weiteres Wachstum in Aussicht gestellt. Vorstandschef Christian Sewing betonte, dass das Institut seinen eingeschlagenen Kurs fortsetzen und den finanziellen Spielraum für kontinuierlich steigende Ausschüttungen nutzen wolle. Diese Ankündigung stieß bei den Anteilseignern auf Zustimmung. Andreas Thomae von Deka Investment lobte Sewing für die bisherige Entwicklung und sprach davon, dass die Bank wieder auf einem Wachstumspfad sei. Zugleich wies er auf bestehende Herausforderungen hin. Besonders im Bereich der Privatkundenbank gebe es weiterhin Nachholbedarf.

Für das laufende Geschäftsjahr hat sich die Deutsche Bank ambitionierte Ziele gesetzt. Das größte Geldhaus Deutschlands strebt eine Eigenkapitalrendite von über zehn Prozent sowie eine Aufwand-Ertrags-Relation von unter 65 Prozent an. Im ersten Quartal konnte die Bank bereits eine Eigenkapitalrendite von 11,9 Prozent vorweisen. Die Aufwand-Ertrags-Relation lag in diesem Zeitraum bei 61 Prozent, was bedeutet, dass 61 Cent aufgewendet werden mussten, um einen Euro an Ertrag zu erzielen. Um die angestrebten Jahresziele zu erreichen, sei dennoch ein weiterer Entwicklungsschritt erforderlich, wie Thomae betonte.

Sewing erinnerte in seiner Rede an die Situation der Deutschen Bank bei seinem Amtsantritt im Jahr 2018. Damals sei das Geldinstitut in einer deutlich schlechteren Verfassung gewesen. Die Profitabilität habe sich auf einem Tiefpunkt befunden, und negative Schlagzeilen hätten den Alltag bestimmt. Inzwischen habe sich das Bild jedoch gewandelt, so Sewing weiter.

Trotz der positiven Entwicklung blieb auch die Vergangenheit nicht folgenlos. Im Oktober des vergangenen Jahres verlor die Deutsche Bank einen langjährigen Rechtsstreit rund um die Postbank vor dem Oberlandesgericht Köln. In der Folge mussten Rückstellungen gebildet werden, die im zweiten Quartal 2024 zu einem Verlust führten. In diesem Zusammenhang fragte Thomae, was aus dieser Fehleinschätzung gelernt worden sei und welche Veränderungen im laufenden Verfahren vorgenommen wurden.

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