Delta Air Lines: CEO erwartet Rekordgewinn durch Premium-Boom
Delta Air Lines könnte 2026 dank starker Nachfrage im Premium-Segment einen Rekordgewinn erzielen. CEO Ed Bastian rechnet mit einem Gewinnsprung von über 20 Prozent.

Delta Air Lines steht möglicherweise vor einem Rekordjahr. CEO Ed Bastian prognostiziert für 2026 einen Gewinnanstieg von mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Grund: Die anhaltend starke Nachfrage nach Premium-Reisen treibt das Geschäft der US-Fluggesellschaft an.
Die Airline stellte am Dienstag ihre Jahresprognose vor und rechnet mit einem bereinigten Gewinn pro Aktie zwischen 6,50 und 7,50 US-Dollar. Für das erste Quartal 2026 erwartet Delta einen Umsatzanstieg von bis zu 7 Prozent sowie einen bereinigten Gewinn zwischen 50 und 90 Cent pro Aktie.
Premium überholt Economy früher als erwartet
Ein bemerkenswerter Meilenstein: Im vierten Quartal überholte der Umsatz mit Premium-Tickets erstmals den der Hauptkabine. Premium-Tickets generierten 5,7 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 9 Prozent. Die Economy-Klasse hingegen verzeichnete einen Rückgang um 7 Prozent auf 5,62 Milliarden US-Dollar. Dieser Wendepunkt trat früher ein als von Delta ursprünglich für das Gesamtjahr erwartet.
Bastian erklärte, Delta profitiere von der sogenannten K-förmigen Wirtschaft. Die Airline sitze "an der Spitze des K" und generiere mehr Umsatz von zahlungskräftigen Kunden. Dieser Trend setzt sich fort: Das Wachstum der Premium-Produkte übertrifft das der Standard-Economy deutlich.
Starkes viertes Quartal trotz Herausforderungen
Im vierten Quartal erzielte Delta einen Gewinn von 1,22 Milliarden US-Dollar oder 1,86 US-Dollar pro Aktie – ein Anstieg von fast 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz stieg um 3 Prozent auf 16 Milliarden US-Dollar. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Gewinn bei 1,55 US-Dollar pro Aktie und übertraf damit die Analystenschätzungen leicht.
Die Buchungen von Freizeit- und Geschäftsreisenden zeigten sich zu Jahresbeginn robust. Dies gibt der Airline Zuversicht, auch wenn CEO Bastian diesmal vorsichtiger formuliert als im Vorjahr.
Lehren aus 2025 und neue Flugzeuge
2025 hatte Delta ursprünglich mit einem Rekordjahr gerechnet, musste die Prognosen aber nach unten korrigieren. Präsident Donald Trumps Zölle und der längste Regierungsstillstand der US-Geschichte belasteten das Geschäft. Bastian zeigte sich nun zurückhaltender: "Wir werden keine Rekordgewinn-Prognose abgeben, bis wir die Unsicherheit verstanden haben."
Parallel gab Delta bekannt, 30 Boeing 787-10 Dreamliner zu bestellen – die ersten Langstreckenflugzeuge von Boeing seit Jahren. Die Auslieferungen beginnen 2031. Zudem sicherte sich die Airline Optionen für 30 weitere Maschinen. Der Deal markiert eine strategische Diversifizierung, nachdem Delta zuletzt stark auf Airbus A350 gesetzt hatte.
