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DeepSeek und Huawei kooperieren bei KI-Chips: Abkehr von Nvidia

Die chinesischen Technologiekonzerne bauen gemeinsam eine eigenständige KI-Infrastruktur auf und reduzieren ihre Abhängigkeit vom Nvidia-Ökosystem.

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DeepSeek und Huawei kooperieren bei KI-Chips: Abkehr von Nvidia

Das chinesische KI-Unternehmen DeepSeek hat eine strategische Partnerschaft mit Huawei Technologies bekannt gegeben. Ziel der Zusammenarbeit ist die Entwicklung von Programmierwerkzeugen für Huaweis Ascend-Chip-Plattform. Dieser Schritt unterstreicht die wachsende Bestrebung chinesischer Technologieunternehmen, ihre Abhängigkeit vom Nvidia-Ökosystem zu verringern und eine eigenständige, kontrollierbare KI-Infrastruktur aufzubauen.

Im Zentrum der Kooperation steht die Open-Source-Bereitstellung einer Programmierinfrastruktur für die Ascend-Chips. DeepSeek hat hierfür die hochrangige Programmiersprache „TileLang" entwickelt, die laut Unternehmensangaben eine universelle, effiziente und hardwarenahe Programmierung ermöglicht. Das Ziel ist es, ein Gegenstück zu Nvidias CUDA-Plattform zu etablieren, das durch ein einfacheres Programmiermodell die Entwicklungseffizienz steigert und die Codelogik vereinfacht, ohne dabei die volle Leistungsfähigkeit der Hardware einzuschränken. Huawei unterstützte die Entwicklung dieser Infrastruktur umfassend.

Supernode-Programm mit 128 Ascend-950-Chips

Zusätzlich zu den Software-Tools haben beide Unternehmen ein „Supernode"-Programm vorangetrieben, das auf einem Cluster aus 128 Ascend-950-Chips basiert. Diese Ankündigung erfolgt nur wenige Wochen, nachdem Huawei eine neue Generation von Ascend-KI-Chips für Rechenzentren und Supercluster vorgestellt hat. Deren breite Nutzung für das Modelltraining wird bis 2027 angestrebt.

Für DeepSeek, das als eines der führenden KI-Labore Chinas gilt, markiert die Kooperation einen weiteren Schritt in der technologischen Neuausrichtung. Während das Unternehmen in der Vergangenheit stark auf Nvidia-Hardware, insbesondere den H800-Chip, angewiesen war, ist seit 2026 eine deutliche Verschiebung hin zu heimischen Alternativen zu beobachten. So wurde bereits das KI-Modell „V4-Flash" von DeepSeek für den Einsatz auf Huawei-Chips optimiert. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Handelsbeschränkungen für Nvidia-Produkte in China gewinnt diese Entwicklung zusätzlich an Bedeutung.

Peking flankiert die heimische Halbleiterindustrie

Die Initiative wird durch Pekings regulatorische und wirtschaftliche Maßnahmen flankiert, die darauf abzielen, die heimische Halbleiterindustrie zu stärken. Huawei fungiert dabei als zentraler Akteur bei Chinas Bestreben, eine technologische Souveränität im Bereich der KI-Hardware zu erreichen.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung vor allem mit Blick auf die globale KI-Wertschöpfungskette relevant. Nvidia dominiert bislang mit seiner CUDA-Plattform den Markt für KI-Beschleuniger und das dazugehörige Software-Ökosystem. Sollte es chinesischen Anbietern gelingen, mit Ascend-Chips und einer eigenen Programmiersprache wie TileLang ein konkurrenzfähiges Alternativökosystem aufzubauen, könnte dies langfristig den Wettbewerb im KI-Halbleitermarkt verändern. Die geplante breite Nutzung der neuen Ascend-Generation für das Modelltraining bis 2027 ist dabei ein wichtiger Meilenstein, an dem sich der Erfolg der Strategie messen lassen wird.

Entscheidend bleibt, ob die heimischen Chips bei Leistungsfähigkeit und Entwicklerfreundlichkeit mit den etablierten Nvidia-Lösungen mithalten können. Die Open-Source-Strategie von DeepSeek und Huawei zielt genau darauf ab: Entwickler sollen ohne hohe Einstiegshürden auf die Ascend-Plattform wechseln können. Ob dieser Ansatz aufgeht, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.

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