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DeepMind-Chef Hassabis tritt zurück – Google-Aktie unter Druck

Demis Hassabis verlässt den CEO-Posten bei Alphabets KI-Sparte DeepMind. Die Google-Aktie reagierte mit Kursverlusten.

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DeepMind-Chef Hassabis tritt zurück – Google-Aktie unter Druck

Beim KI-Labor DeepMind des Google-Mutterkonzerns Alphabet vollzieht sich ein bedeutender Führungswechsel. Demis Hassabis, Mitgründer und bisheriger Chief Executive von DeepMind, tritt von seinem Posten zurück. Die Nachricht trifft die Märkte zu einem sensiblen Zeitpunkt: An der Wall Street wächst die Sorge, dass Google im Rennen um die leistungsfähigsten KI-Modelle der nächsten Generation gegenüber den Konkurrenten OpenAI und Anthropic ins Hintertreffen gerät.

Die Google-Aktie (GOOGL) gab nach Bekanntwerden der Nachricht nach. Hassabis wird dem Unternehmen jedoch nicht vollständig den Rücken kehren. Er übernimmt künftig die Rolle des Chairman im DeepMind-Labor und bleibt damit dem Unternehmen in einer beratenden Funktion erhalten.

Weitreichende Veränderungen bei DeepMind

Der Rückzug von Hassabis ist nicht der einzige personelle Einschnitt bei DeepMind. Auch Jeff Dean, ein führender KI-Wissenschaftler des Unternehmens, verlässt die Sparte. Die Häufung dieser Abgänge unterstreicht, dass sich bei Alphabets KI-Einheit derzeit weitreichende Veränderungen vollziehen.

Demis Hassabis gilt als eine der prägendsten Figuren der modernen Künstlichen Intelligenz. Er gründete DeepMind im Jahr 2010, bevor das Unternehmen 2014 von Google übernommen wurde. Unter seiner Führung erzielte DeepMind bahnbrechende Erfolge, darunter das KI-System AlphaGo, das erstmals einen menschlichen Weltmeister im Brettspiel Go besiegte, sowie AlphaFold, das die dreidimensionale Struktur von Proteinen vorhersagt – ein Durchbruch mit enormer Bedeutung für die Medizin und Biowissenschaften.

Googles Position im KI-Wettbewerb

Der Führungswechsel kommt zu einem kritischen Moment für Alphabet. Der Konzern sieht sich einem verschärften Wettbewerb im Bereich generativer KI ausgesetzt. OpenAI mit seinem Produkt ChatGPT und das von Google selbst mitfinanzierte Unternehmen Anthropic mit seinem Assistenten Claude gelten an der Wall Street zunehmend als die treibenden Kräfte bei der Entwicklung großer Sprachmodelle der nächsten Generation.

Investoren beobachten die Entwicklungen bei Alphabet mit wachsender Aufmerksamkeit. Die Frage, ob Google seine historische Stärke in der KI-Forschung in marktfähige Produkte und Dienste ummünzen kann, beschäftigt Analysten seit dem Aufstieg von ChatGPT Ende 2022. Der Abgang von Schlüsselpersonen wie Hassabis und Dean dürfte diese Debatte neu entfachen.

Für deutsche Anleger, die in Alphabet-Aktien investiert sind, bleibt die Entwicklung bei DeepMind ein wichtiger Faktor. Alphabet zählt zu den größten Positionen in zahlreichen globalen Technologie-ETFs und ist damit auch für viele Privatanleger hierzulande relevant. Wie das Unternehmen die Nachfolge an der Spitze von DeepMind regelt und ob die strategische Ausrichtung beibehalten wird, dürfte die Stimmung rund um die GOOGL-Aktie in den kommenden Wochen maßgeblich beeinflussen.

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