DAX zeigt Widerstandskraft: Kursgewinne voraus
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Nach dem Kursrutsch am Freitag zeigt sich der deutsche Aktienmarkt zum Wochenbeginn wieder etwas stabiler. Der DAX wird von guten Vorgaben aus den USA beflügelt und dürfte gleich zu Handelsbeginn die wichtige Marke von 15.000 Punkten überschreiten. Das Börsenbarometer steht bei 15.084 Punkten und damit 0,8 Prozent höher als zum Wochenschluss. Trotz der jüngsten Turbulenzen im Bankensektor und der Leitzinserhöhungen in Europa und den USA präsentiert sich der DAX überraschend robust. Der ifo-Geschäftsklimaindex wird heute mit Spannung erwartet, da er ein Indikator für die Konjunkturaussichten in Deutschland ist. Ökonomen rechnen mit einem leichten Rückgang des Indikators auf 90,9 Punkte von 91,1 im Februar.
Die Deutsche Bank gerät weiterhin in den Fokus der Anleger, nachdem die Kosten für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps – CDS) am Freitag sprunghaft angestiegen waren. Wenn sich diese CDS nicht normalisieren, könnte der Aktienmarkt noch viele Tage lang leiden, warnt Naeem Aslam, Chief Investment Officer bei Zaye Capital Markets. Aktienstratege Uwe Streich von der Landesbank Baden-Württemberg schließt zudem nicht aus, dass nach der Credit Suisse bald ein weiteres Geldinstitut in Schwierigkeiten geraten könnte.
Allerdings betonen Experten, dass das systemische Risiko im Vergleich zur Finanzkrise 2008 heute deutlich begrenzter sei. Die Kapitalausstattung der Banken habe sich seither deutlich verbessert, und die Notenbanken stünden bereit, um schnell und engagiert zu handeln. Dennoch erhöhen die Probleme in der Bankenbranche und die Möglichkeit einer Kreditklemme nach Ansicht von US-Notenbanker Neel Kashkari die Wahrscheinlichkeit einer Rezession.
In Asien belasten die anhaltenden Sorgen über eine weltweite Bankenkrise die Finanzwerte und begrenzen die Gewinne an den Märkten. Der Nikkei-Index in Japan liegt jedoch 0,5 Prozent höher, weil der schwächere Yen die Stimmung im exportlastigen Japan aufhellt. Der Goldpreis bleibt in Lauerstellung und gibt leicht nach auf 1973 Dollar je Feinunze. Tesla hat in Deutschland die Hälfte seines ersten Produktionsziels erreicht und produziert nun 5000 Autos pro Woche im Werk in Grünheide bei Berlin. Elon Musk beziffert den aktuellen Wert von Twitter mit 20 Milliarden US-Dollar, weniger als die Hälfte des Preises, den er vor einem halben Jahr bei der Übernahme des Kurzbotschaftendienstes bezahlt hat.
