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DAX hat sich bis jetzt kaum bewegt

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DAX hat sich bis jetzt kaum bewegt

Der Deutsche Aktienindex (DAX) zeigt zu Beginn der neuen Woche kaum Bewegung, während Anleger abwartend bleiben. Der Broker IG berechnete den Leitindex vor dem Xetra-Handel leicht im Minus bei 18.684 Punkten. Der DAX schloss am Freitag nahezu unverändert bei 18.693 Punkten, belastet durch die Aussicht auf länger hochbleibende US-Zinsen. Laut Finanzmarktexperten Jürgen Molnar von Robomarkets steht die Börsenampel auf Gelb. Ein Unterschreiten des ehemaligen Rekordhochs von 18.568 Punkten könnte eine längere Korrektur einleiten, wie das Tagestief von 18.515 Punkten am Freitag andeutete.

Nach der Bilanzsaison richtet sich der Fokus der Anleger wieder auf die Geldpolitik der Notenbanken und die konjunkturelle Lage. Die US-Wirtschaft zeigt sich für eine baldige Zinswende zu stark, betont Helaba-Expertin Claudia Windt. Ende der Woche werden die neuesten Inflationsdaten aus den USA erwartet, die eine weitere Orientierung geben könnten. Analysten der Investmentbank TD Securities prognostizieren, dass der Kernindex um 0,22 Prozent steigen wird, nach 0,32 Prozent im März. Auch Zahlen zur Inflation in der Eurozone werden am Freitag erwartet. Heute Morgen stehen die Daten zum ifo-Geschäftsklima an, die ebenfalls Einfluss auf den deutschen Aktienmarkt haben könnten. Robert Greil vom Bankhaus Merck Finck erwartet einen erneuten Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindex, basierend auf dem Anstieg der Einkaufsmanagerindizes.

An den US-Börsen war der S&P 500 am Freitag um 0,7 Prozent gestiegen, der Nasdaq legte um 1,1 Prozent zu, während der Dow Jones Industrial mit einem Plus von 0,02 Prozent nahezu unverändert blieb. Heute bleiben die US-Börsen feiertagsbedingt wegen des Memorial Days geschlossen. In Asien verzeichneten die Börsen leichte Gewinne. Der Nikkei in Tokio stieg um 0,3 Prozent auf 38.759 Punkte, der Topix um 0,3 Prozent auf 2.751 Punkte. Trotz der positiven Entwicklung drücken Sorgen um eine straffere Geldpolitik der Bank of Japan auf die Stimmung. BOJ-Gouverneur Kazuo Ueda betonte die Herausforderungen nach Jahren ultralockerer Geldpolitik.

An den chinesischen Märkten sorgten positive Signale in den Beziehungen zwischen Japan, Südkorea und China für Erleichterung. Ein Dreiergipfel der Staats- und Regierungschefs brachte eine gemeinsame Abschlusserklärung zur Wiederaufnahme von Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen. Die Börse in Shanghai gewann 0,3 Prozent auf 3.099 Punkte, der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,3 Prozent auf 3.612 Punkte.

In Deutschland haben Vodafone und Vonovia einen Vertrag über die Anbindung von 120.000 Wohnungen an das Kabel-Glasfasernetz von Vodafone abgeschlossen. Ab Juli 2024 sollen diese Wohneinheiten wieder Zugang zum Netzwerk erhalten. Diese Vereinbarung belebt einen seit Jahren stark umkämpften Markt, in dem UnityMedia, jetzt Teil von Vodafone, den Großauftrag 2013 an die Deutsche Telekom verloren hatte. Ursprünglich war geplant, dass die Telekom Glasfaserleitungen bis in die Mietwohnungen verlegt, doch in der Regel blieb es bei herkömmlichen Kupferleitungen.

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