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DAX verpasst Rekord knapp, Goldpreis steigt weiter

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DAX verpasst Rekord knapp, Goldpreis steigt weiter

Nur 13 Punkte fehlten dem DAX, um ein neues Allzeithoch zu erreichen. Der deutsche Leitindex durchbrach zur gestrigen Mittagszeit seine enge Handelsspanne der vergangenen Tage und sprang in Richtung seines bisherigen Rekordstands von 24.639 Zählern, der Anfang Juli markiert worden war. Am Ende des Tages stand ein Plus von 0,87 Prozent auf 24.597 Punkte. Die Hoffnung auf sinkende Zinsen und eine solide Berichtssaison sorgten trotz der schwachen Konjunktur für Zuversicht an den Märkten. Charttechniker sehen bei einem Überschreiten der Bestmarke weiteres Potenzial von rund 1.200 Punkten.

Auch in den USA zogen die Kurse an. Der Dow Jones legte nach anfänglich ruhigem Verlauf um 0,3 Prozent zu, während der Nasdaq 100 rund 0,8 Prozent gewann. Parallel dazu setzte der Goldpreis seinen historischen Höhenflug fort. Das Edelmetall übersprang erstmals die Marke von 4.000 Dollar je Feinunze und erreichte in der Spitze knapp 4.050 Dollar. Seit Jahresbeginn ist der Preis um mehr als 50 Prozent gestiegen, im Zwei-Jahres-Vergleich hat er sich verdoppelt. Politische Unsicherheiten in Frankreich, Japan und den USA sowie die Erwartung baldiger Zinssenkungen durch die US-Notenbank trieben Anleger verstärkt in den „sicheren Hafen“.

Der Euro rutschte angesichts enttäuschender Wirtschaftsdaten und der politischen Krise in Frankreich auf den tiefsten Stand seit Ende August. Zeitweise wurde die Gemeinschaftswährung nur noch zu 1,1607 Dollar gehandelt. In Deutschland war die Industrieproduktion im August um 4,3 Prozent gegenüber dem Vormonat eingebrochen, was die angespannte Lage der Konjunktur verdeutlichte. Am Abend rückte die Veröffentlichung der Fed-Protokolle in den Fokus, die neue Impulse für den Devisenmarkt bringen könnte.

An den Rohstoffmärkten verteuerten sich die Ölpreise deutlich. Brent-Öl kostete am Nachmittag rund ein Prozent mehr und lag bei 66,43 Dollar pro Barrel. Die US-Rohölvorräte waren unerwartet stark gestiegen, was für zusätzliche Bewegung sorgte.

Im DAX gerieten vor allem Autobauer unter Druck. BMW verlor nach einer Senkung der Gewinnziele wegen schwacher China-Verkäufe 8,5 Prozent und büßte 4,5 Milliarden Euro an Börsenwert ein. Auch Mercedes, VW und Porsche litten unter Absatzproblemen und internationalem Wettbewerbsdruck. Daimler Truck meldete für das dritte Quartal einen Absatzrückgang um 15 Prozent auf 98.009 Fahrzeuge, vor allem wegen Schwächen in Nordamerika.

Stahlaktien profitierten hingegen von geplanten EU-Schutzmaßnahmen. Die EU-Kommission schlug vor, die zollfreien Importquoten für Stahl deutlich zu reduzieren. Thyssenkrupp legten um 4,7 Prozent zu, auch ArcelorMittal-Aktien waren gefragt.

Weitere Schlagzeilen lieferten Fraport mit dem Eröffnungstermin für Terminal 3 im April 2026, der Börsengang des Prothesenherstellers Ottobock zu 66 Euro je Aktie sowie Tesla mit neuen günstigeren Modellen. Google startete zudem seinen KI-Modus in der Suche in über 40 Ländern Europas.

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