DAX verliert zum Wochenschluss an Schwung
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Trotz eines neuen Rekordhochs zur Wochenmitte ist der DAX am Freitag unter Druck geraten. Der deutsche Leitindex schloss den Handel mit einem Minus von 0,8 Prozent bei 24.255,31 Punkten. Damit konnte das Wochenplus jedoch gehalten werden – insgesamt steht ein Anstieg um zwei Prozent zu Buche. Noch am Donnerstag hatte der Index mit 24.639 Zählern ein neues Allzeithoch markiert.
Hauptbelastungsfaktor waren Aussagen des früheren US-Präsidenten Donald Trump. Er hatte pauschale Strafzölle von 15 oder 20 Prozent gegen die Europäische Union in Aussicht gestellt. Diese Ankündigung sorgte für Verunsicherung an den Märkten. Marktbeobachter sprachen von einer Schockstarre unter den Investoren angesichts der drohenden Eskalation im transatlantischen Verhältnis. Auch zum Ende der Handelswoche blieb die Nervosität hoch – viele Anleger wollten vor dem Wochenende keine Risiken eingehen.
Die Wall Street zeigte sich ebenfalls schwächer. Der Dow Jones Industrial verlor 0,6 Prozent und schloss bei 44.398 Punkten. Auch der S&P 500 und der technologielastige Nasdaq 100 gaben um 0,3 beziehungsweise 0,2 Prozent nach. Damit verzeichneten alle drei großen US-Indizes leichte Verluste auf Wochensicht, obwohl S&P und Nasdaq im Wochenverlauf neue Höchststände erreicht hatten.
Neue Impulse könnten in dieser Woche durch den Start der US-Berichtssaison kommen. Erwartet wird, dass vor allem die großen Banken trotz eines schwierigen Umfelds solide Ergebnisse vorlegen. Citigroup und JP Morgan machen am Dienstag den Anfang, gefolgt von Bank of America und Goldman Sachs am Mittwoch.
Im Kryptosektor erreichte der Bitcoin zwischenzeitlich einen neuen Höchststand von 118.426 US-Dollar, bevor der Kurs wieder etwas nachgab. Im Rohstoffbereich verteuerten sich Brent- und WTI-Öl leicht um jeweils 0,7 Prozent. Anleger spekulieren auf neue Sanktionen der USA gegen Russland, nachdem Trump eine bedeutende Erklärung für Montag angekündigt hatte.
In der deutschen Wirtschaft sorgten zwei Nachrichten für Aufmerksamkeit: Volkswagen und sein chinesischer Partner SAIC bestätigten die Schließung ihres Werks in Nanjing. Die Produktion dort ist bereits eingestellt. Beim Autobauer Ford wurde derweil eine Einigung mit der IG Metall erzielt. Bis 2027 sollen in Köln 2.900 Stellen abgebaut werden – sozialverträglich über Abfindungen und Altersteilzeit.
Am Flughafen Frankfurt stieg im Juni das Passagieraufkommen auf 5,8 Millionen, ein Zuwachs von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Technologiekonzern Tesla kündigte zudem an, den hauseigenen KI-Chatbot Grok bald in seine Fahrzeuge zu integrieren. Ein genauer Starttermin oder Einsatzbereich wurde nicht genannt.
