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DAX verliert zum Wochenschluss an Boden

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DAX verliert zum Wochenschluss an Boden

Der DAX hat zum Ende der Woche nachgegeben und schloss mit einem Minus von 0,47 Prozent bei 22.982 Punkten. Damit verzeichnete der deutsche Leitindex auf Wochensicht einen Verlust von knapp einem halben Prozent. Bereits am Dienstag hatte der DAX ein neues Rekordhoch bei 23.476,01 Punkten erreicht, das nur geringfügig über dem bisherigen Höchststand von Anfang März lag. Technisch betrachtet ergibt sich daraus ein sogenanntes Doppelhoch, das als mögliches Anzeichen für eine Trendumkehr gewertet werden könnte. Ein nachhaltiger Trendwechsel würde jedoch erst dann bestätigt, wenn die Haltezone zwischen 22.300 und 22.200 Punkten unterschritten wird.

Der große Verfallstag an den Terminbörsen hat zusätzlich für Bewegung gesorgt. An diesem sogenannten Hexensabbat verfallen gleichzeitig Optionen und Futures auf Indizes sowie Einzelaktien, was häufig zu erhöhten Schwankungen führt. Diese Konstellation gilt nicht selten als Auslöser für Trendwechsel an den Märkten. Die politische Lage und die unsicheren Konjunkturaussichten sorgen zudem für eine abwartende Haltung bei vielen Investoren.

Trotz der Zustimmung des Bundesrats zum milliardenschweren Finanzpaket für Verteidigung und Infrastruktur blieb die Reaktion an den Märkten verhalten. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sank auf 2,75 Prozent. In der Eurozone trübte sich die Verbraucherstimmung ein, der entsprechende Indikator fiel auf minus 14,5 Punkte.

In der Türkei blieben die Finanzmärkte unter Druck. Nach der Inhaftierung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu kam es erneut zu Kursverlusten bei Aktien und Anleihen. Der Leitindex erreichte den tiefsten Stand seit November 2024.

An den US-Börsen belasteten Zollsorgen die Kurse. Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq 100 verzeichneten Verluste. Marktteilnehmer fürchten neue Strafzölle, die ab Anfang April greifen sollen. Der Euro fiel gegenüber dem Dollar weiter zurück, belastet durch skeptische Äußerungen von EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Im Rohstoffhandel gab der Goldpreis leicht nach, während die Ölpreise trotz Minus auf Wochensicht zulegten. Bei den Aktien fielen Rheinmetall, Douglas und Fuchs deutlich, während Deutz nach einer Kaufempfehlung kräftig zulegte. Die Deutsche Post litt unter dem gesenkten Ausblick von FedEx. ProSiebenSat.1 verkaufte das Vergleichsportal Verivox, was einem neuen Deal mit einem US-Investor vorausging. Bei Apple kam es zu einem Managementwechsel im Bereich Künstliche Intelligenz.

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