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DAX verliert, US-Börsen suchen Richtung

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DAX verliert, US-Börsen suchen Richtung

Der Deutsche Aktienindex (DAX) hatte seine Gewinne vom Vortag vollständig eingebüßt und war um 0,59 Prozent auf 19.906 Punkte gefallen. Der fehlende Antrieb für Investoren, neue Käufe zu tätigen, hatte den Handelstag geprägt. Am Vortag hatte der DAX noch von der positiven Entwicklung der US-Börsen profitiert und kurzzeitig die Marke von 20.000 Punkten überschritten. Jochen Stanzl von CMC Markets hatte die Unsicherheit der Anleger im Zusammenhang mit dem bevorstehenden Amtsantritt von Donald Trump gesehen, dessen angekündigte Strafzölle die europäische Wirtschaft hätten belasten können. Experten hatten den DAX weiterhin als langfristig im Aufwärtstrend bewertet, während er sich zu diesem Zeitpunkt in einer Konsolidierungsphase befand. Auch der MDAX hatte ein Minus von 0,85 Prozent verzeichnet.

Zu den Gewinnern des Tages hatten die Aktien der Deutschen Telekom gehört, die aufgrund eines laufenden Aktienrückkaufprogramms um 0,8 Prozent zulegten. Der Konzern hatte geplant, bis April Aktien im Wert von bis zu 550 Millionen Euro zurückzukaufen. Insgesamt sollte das Programm bis 2025 ein Volumen von zwei Milliarden Euro erreichen.

In den USA hatten die großen Aktienindizes im Tagesverlauf leicht zulegen können. Nvidia war dabei mit einem Kursanstieg von vier Prozent hervorgestochen. Der Chiphersteller, der auf künstliche Intelligenz (KI) spezialisiert ist, hatte sich damit erneut seinem Rekordhoch aus dem November genähert. Marktexperten hatten jedoch vor möglichem Optimismus gewarnt, der im weiteren Handelsverlauf wieder hätte verloren gehen können.

Die Stimmung in der US-Industrie hatte sich laut dem Einkaufsmanagerindex ISM überraschend verbessert, war jedoch unter der Expansionsgrenze geblieben. Der Euro hatte sich leicht von seinen Verlusten erholt und zuletzt bei 1,0292 Dollar notiert. Gleichzeitig war die Arbeitslosenquote in Deutschland im Dezember auf 6,0 Prozent gestiegen. Die Zahl der Arbeitslosen hatte sich um 33.000 auf 2,81 Millionen erhöht, was von der Bundesagentur für Arbeit als saisonal bedingt eingestuft worden war.

Chinas Zentralbank hatte angekündigt, in diesem Jahr die Zinsen zu senken, um die Wirtschaft zu stützen. Experten hatten jedoch Herausforderungen gesehen, insbesondere aufgrund der anhaltenden Immobilienkrise und potenzieller Zölle auf Exporte in die USA. In Australien hatte Bayer die Rechtsstreitigkeiten um glyphosathaltige Produkte beendet, während in den USA weiterhin Sammelklagen anhängig waren.

Unter den 100 wertvollsten börsennotierten Unternehmen weltweit hatten nur drei deutsche Unternehmen einen Platz gefunden: SAP, Siemens und die Deutsche Telekom. Die Liste war weiterhin von US-Technologiekonzernen angeführt worden, wobei Apple mit einem Börsenwert von 3,78 Billionen Dollar die Rangliste anführte.

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