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DAX verliert Schwung nach frühem Kursanstieg

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DAX verliert Schwung nach frühem Kursanstieg

Trotz anfänglicher Kursgewinne hat der DAX am Dienstag einen Großteil seiner Zuwächse wieder abgegeben. Der deutsche Leitindex hatte nach schwachen US-Arbeitsmarktdaten zunächst die Marke von 24.000 Punkten ins Visier genommen, verlor jedoch im Tagesverlauf an Schwung. Ausschlaggebend für die Kurswende waren neue Daten aus den USA, die eine eingetrübte Stimmung im Dienstleistungssektor signalisierten. Der DAX schloss letztlich bei 23.846 Punkten und damit 0,37 Prozent im Plus, nachdem er am Vortag noch 1,4 Prozent zugelegt hatte. Der MDAX stieg um 0,89 Prozent auf 30.824 Punkte.

Die Erwartungen an eine baldige Zinssenkung durch die US-Notenbank Fed bleiben das dominierende Thema an den Märkten. Nach enttäuschenden Zahlen vom US-Arbeitsmarkt – lediglich 73.000 neue Stellen im Juli – rechnen viele Marktteilnehmer mit einer Lockerung der Geldpolitik bereits im September. Gleichzeitig trat die aggressive Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump erneut in den Vordergrund. Trump kündigte unter anderem weitere Zölle auf Indien an, weil das Land russisches Öl importiere.

Unterdessen geht die Berichtssaison in eine neue Runde. Im DAX legten unter anderem Infineon, Continental, FMC und die Deutsche Post aktuelle Geschäftszahlen vor. Infineon verzeichnete einen Gewinnrückgang um 24 Prozent auf 305 Millionen Euro, unter anderem belastet durch den schwachen Dollar. Continental blieb mit seinen Zahlen unter den Erwartungen, zeigte sich aber zuversichtlich für den geplanten Börsengang der Sparte Aumovio im September. Die Deutsche Post steigerte trotz schwächerem Umsatz ihren Gewinn um knapp zehn Prozent. Auch FMC profitierte vom eingeschlagenen Sparkurs und meldete ein operatives Ergebnis von 476 Millionen Euro.

In den USA verzeichnete Palantir ein starkes Umsatzwachstum, vor allem dank neuer Aufträge im Bereich Künstliche Intelligenz. Die Erlöse stiegen im Jahresvergleich um 48 Prozent auf über eine Milliarde Dollar. Besonders kräftig legte das Geschäft mit US-Unternehmen zu. Pfizer wiederum hob seine Jahresprognose an, trotz Unsicherheiten durch Zölle und Preisdruck.

Die Wall Street drehte im Verlauf ins Minus. Der Dow Jones verlor rund 0,3 Prozent, S&P 500 und Nasdaq gaben jeweils rund 0,6 Prozent nach. Hintergrund ist ein enttäuschender ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor, der nur knapp über der Wachstumsschwelle liegt. Der Euro profitierte erneut von den Zinssenkungserwartungen in den USA und notierte zuletzt bei 1,1582 Dollar. Das US-Handelsdefizit sank im Juni deutlich auf 60,2 Milliarden Dollar – vor allem wegen rückläufiger Importe.

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