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DAX verliert an Schwung nach Rekordhoch

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DAX verliert an Schwung nach Rekordhoch

Der deutsche Aktienmarkt hat nach dem am gestrigen Morgen erreichten Rekordhoch eine Verschnaufpause eingelegt. Der DAX stieg zunächst auf ein neues Allzeithoch von 24.639 Punkten, konnte dieses Niveau im weiteren Verlauf aber nicht halten. Zum Handelsschluss notierte der Leitindex bei 24.456 Punkten und damit nahe dem Tagestief. Besonders am Nachmittag verstärkten sich die Verluste, nachdem robuste US-Arbeitsmarktdaten die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten dämpften. Der MDAX der mittelgroßen Werte zeigte sich hingegen stabiler und legte um 0,36 Prozent zu.

Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA sank in der vergangenen Woche unerwartet auf 227.000, was die Erwartungen der Volkswirte deutlich verfehlte. Diese hatten mit einem Anstieg auf 235.000 Anträge gerechnet. Die Entwicklung des Arbeitsmarkts in den Vereinigten Staaten bleibt damit stabil, was die Spekulationen auf kurzfristige Zinssenkungen bremst und sich negativ auf die Märkte auswirkte. An der Wall Street konnten sich die wichtigsten Indizes dennoch im Verlauf des Handels stabilisieren. Der Dow Jones legte um 0,4 Prozent zu, der S&P 500 gewann 0,25 Prozent. Die Technologiebörse Nasdaq bewegte sich um ihren Vortagesschluss.

Die beginnende Berichtssaison in den USA rückt zunehmend in den Fokus der Anleger. Analysten warnen vor möglichen Belastungen durch geopolitische Spannungen, Währungseffekte und eine unberechenbare Handelspolitik. Auch das Thema Künstliche Intelligenz bleibt präsent. So erreichte der US-Chiphersteller Nvidia erneut ein Rekordhoch und überstieg dabei erstmals die Marke von vier Billionen Dollar Börsenwert. Microsoft erreichte ebenfalls neue Höchststände, gab im Tagesverlauf aber leicht nach.

Im Devisenmarkt belasteten die US-Arbeitsmarktdaten den Euro, der auf 1,1678 Dollar fiel. Der Bitcoin erreichte am Mittwochabend erstmals einen Kurs über 112.000 Dollar. Am Rohölmarkt sorgten Unsicherheiten über die US-Zollpolitik und Spannungen im Nahen Osten für sinkende Preise.

Unter den deutschen Aktienwerten ragte BMW mit einem Kursplus von über vier Prozent hervor. Positive Aussagen aus einer Analystenkonferenz trieben den Kurs des Autobauers an die Spitze des DAX. Volkswagen stoppte unterdessen die Auslieferung des ID.Buzz in die USA – unter anderem wegen neuer Zölle und technischer Anpassungen. Die Telekom-Tochter T-Mobile US gab bekannt, sämtliche Diversitätsprogramme auf politischen Druck hin einzustellen. Beim Zuckerproduzenten Südzucker brach der Quartalsgewinn deutlich ein.

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